Sie haben sich ein Neu- oder Gebrauchtwagen zugelegt und möchten am liebsten sofort eine Spritztour unternehmen? Bevor Sie aber mit dem Fahrzeug fahren dürfen, müssen Sie es bei der zuständigen Zulassungsbehörde anmelden. Wie genau Sie ihr Auto anmelden und welche Unterlagen Sie dafür benötigen, zeigt Ihnen STC.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Auto muss bei der Zulassungsstelle an Ihrem Hauptwohnsitz angemeldet werden.
  • Sie erscheinen persönlich oder bevollmächtigen eine Person.
  • Zu den wichtigen Unterlagen gehören: Zulassungsbescheinigung Teil 2 und elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer).
In Deutschland besteht eine gesetzliche Pflicht zur KFZ-Haftpflichtversicherung. Ohne diese Versicherung darf kein Auto auf den öffentlichen Straßen gefahren werden. Um das Auto gegen Schäden zu schützen, empfiehlt es sich daher, eine freiwillige Teil- oder Vollkaskoversicherung abzuschließen.

Jedes Auto muss bei der zuständigen Zulassungsbehörde am Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters angemeldet werden. Ob Bürgerbüro, Kreisverwaltung oder Landratsamt. Welche Behörde für Sie zuständig ist, finden die auf der Webseite des Straßenverkehrsamtes. Informieren Sie sich gegebenenfalls über die Öffnungszeiten und vereinbaren Sie einen Termin, um ggf. lange Wartezeiten zu vermeiden.

Als Fahrzeughalter müssen Sie persönlich bei der Anmeldestelle erscheinen, um ihr KFZ zulassen zu können. Alternativ können Sie jemanden bevollmächtigen, falls Sie verhindert sind. Geben Sie dem Bevollmächtigten alle erforderlichen Unterlagen zur Anmeldung mit. Eine weitere Möglichkeit ist eine Anmeldung in Form eines Händlers oder Zulassungsdienstes durchführen zu lassen. Diese ist aber mit Kosten verbunden.

Das Mindestalter für eine KFZ-Anmeldung beträgt 17 Jahre mit schriftlicher Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Außerdem muss der Personalausweis vorgezeigt werden.

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1. Welche Unterlagen werden für die Anmeldung benötigt?

Je nachdem, ob es sich um einen Neu-, Gebraucht oder Firmenwagen handelt, benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Einen gültigen Ausweis, d.h. entweder ein Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung.

  • Die sogenannte eVB-Nummer, die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer, damit Sie die KFZ-Versicherung nachweisen können.

  • Die Zulassungsbescheinigung Teil 2, früher auch Fahrzeugbrief genannt. Darin sind die Fahrzeugdaten und der Name des Eigentümers eingetragen.

    Wichtig zu wissen ist, dass nur der Fahrzeughalter ein Auto anmelden kann. Halter ist, wer den Wagen auf eigene Rechnung nutzt und für die Kosten aufkommt. Dennoch muss dieser nicht gleich Eigentümer sein. Sie können auch ein geleastes Fahrzeug anmelden, somit ist die Bank oder der Händler der Eigentümer.

    Zusätzlich unterschreiben Sie ein Sepa-Lastschriftmandat, um der Zollverwaltung die Ermächtigung zu erteilen, die KFZ-Steuer von Ihrem Konto abbuchen zulassen. Eine Vorlage von der Behörde, die Sie zur Anmeldung mitbringen können, finden Sie hier.

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Wenn Sie ein Gebrauchtwagen anmelden, sind zusätzliche Unterlagen zu beachten:

  • Die Zulassungsbescheinigung Teil 1, früher auch Fahrzeugschein genannt. Dort sind alle Daten zur Zulassung, Halter und Ausstattung des Fahrzeuges enthalten. Dadurch das ein Wechsel des Fahrzeughalters stattfindet, wird dieser dort von der Zulassungsbehörde vermerkt.

  • Ein Nachweis über die Hauptuntersuchung (HU) , besser bekannt auch unter TÜV. Damit wird die Verkehrstauglichkeit des Fahrzeuges sichergestellt. Die Abgasuntersuchung (AU) muss seit 2010 nicht mehr gesondert nachgewiesen werden und gehört damit zur Hauptuntersuchung.

    Das Importieren eines Autos aus dem EU-Ausland muss mit einer EG-Übereinstimmungserklärung (COC-Bescheinigung = Certificate of Conformity) belegt werden. Diese ist notwendig und stellt sicher, dass es den gültigen Vorschriften eines Fahrzeuges in Europa entspricht.

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Bei einem Firmenwagen müssen Sie noch zusätzlich folgendes beachten:

  • Die KFZ-Zulassungsbehörde benötigt bei der Anmeldung die Gewerbeanmeldung oder den Handelsregister-Auszug.

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Im folgenden finden Sie eine Zusammenfassung zu den jeweiligen Unterlagen, die Sie benötigen:

© STC Research

2. Wie melde ich mein Fahrzeug an?

Schließen Sie eine KFZ-Versicherung ab, um die siebenstellige elektronische Versicherungsnummer (eVB-Nummer), von Ihrem Versicherer zu erhalten. Diese ist in Deutschland Pflicht und weist Ihren KFZ-Versicherungsschutz nach. STC hilft Ihnen dabei, den passenden KFZ-Schutz für Sie von den verschiedenen Versicherungsanbietern zu finden.

Die Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2, den Nachweis der letzten Hauptuntersuchung (HU)  sowie die alten Kennzeichen erhalten Sie vom Verkäufer des Fahrzeugs. Die Sepa-Einzugsermächtigung unterschreiben Sie vor Ort bei der Zulassungsbehörde oder Sie steht auch als Vorlage auf der Seite des Straßenverkehrsamtes bereit. Die COC-Bescheinigung erhalten Sie für Neuwagen aus der Europäischen Union bei der Auslieferung. Bei gebrauchten ausländischen Fahrzeugen sollte Ihnen der bisherige Besitzer das Zertifikat beim Verkauf aushändigen.

Denken Sie daran, dass Sie die Anmeldung persönlich durchführen müssen. Wenn Sie nicht persönlich zu Anmeldung bei der Zulassungsbehörde erscheinen können, können Sie jemand vertrauenswürdigen bevollmächtigen.

Welche Zulassungsbehörde für Sie zuständig ist, finden Sie beim Straßenverkehrsamt.

Nach der Prüfung der Unterlagen weist Ihnen die Zulassungsbehörde ein Kennzeichen zu. Sie können sich auch ein Wunschkennzeichen aussuchen und diese auf der Webseite des Straßenverkehrsamtes prüfen und reservieren lassen. Daraufhin erhalten Sie per Post Ihr neues Kennzeichen, welches Sie zur Anmeldung mitnehmen müssen.

Ein neues Kennzeichen können Sie in der Nähe der Zulassungsstelle anfertigen lassen. Darauf wird dann das Prüfsiegel des Landes sowie das Siegel der letzten Hauptuntersuchung montiert. Nach Anbringung des Kennzeichens an Ihrem Fahrzeug, können Sie auf den öffentlichen Straßen losfahren

Seit 2015 darf das alte Kennzeichen auch bei einem Umzug behalten werden. Trotzdem sind Sie verpflichtet der Zulassungsstelle Ihren Wohnungswechsel mitzuteilen.

Wenn sich der Fahrzeughalter durch den Verkauf eines Fahrzeuges wechselt, darf das Kennzeichen nicht mitgenommen werden. Zudem ist eine Mitnahme des Kennzeichens auch nur einmal bei einem Wohnortwechsel möglich.

Je nachdem wo Sie ihr Fahrzeug anmelden, gibt es unterschiedliche Gebühren. Eine einheitliche bundesweite Regelung der Kostenaufstellung gibt es nicht.

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Checkliste: Unterlagen zur KFZ-Anmeldung (PDF)

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3. Wie funktioniert eine Online-Zulassung?

Gerade zu Zeiten von Corona eine gute und schnelle Alternative sein Fahrzeug sicher an-, um- oder abzumelden. Seit dem 01. Oktober 2019 ist die Online Funktion i-Kfz, internetbasierte KFZ-Zulassung, möglich und bedarf folgende Voraussetzungen:

Personalausweis mit eID-Onlinefunktion mit PIN und Kartenlesegerät oder Smartphone & App

eVB-Nummer der Versicherung zum Nachweis der KFZ-Haftpflichtversicherung

Zulassungsbescheinigungen 1 und 2 müssen verdeckte Sicherheitscodes haben

Bezahlung per EC- oder Kreditkarte online

Mit Eingabe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer FIN und den Sicherheitscode auf der Zulassungsbescheinigung Teil 2 können Sie eine Erstzulassung Ihres Fahrzeuges beantragen. Anschließend wird die eVB-Nummer der Versicherung zum Nachweis der KFZ-Haftpflicht und Kontodaten für den Einzug der KFZ-Steuer benötigt.

Infolge dessen überprüft ein Sachbearbeiter der Zulassungsbehörde den Antrag und per Post wird Ihnen Zulassungsbescheid und -bescheinigungen, Stempelplakettenträger sowie Plakettenträger für Hauptuntersuchung (HU) zum Aufkleben auf das Kennzeichen verschickt.

Mehr Informationen rund um die Online-Kfz-Anmeldung erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur.

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4. Kontakt

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