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Berufsunfähigkeit

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Die wichtigste Absicherung: Ihre Arbeitskraft

Egal, welche Ziele Sie in der Zukunft verfolgen, die meisten erfordern Ihre körperliche oder/und geistige Fitness. Nur was passiert, wenn Sie durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt werden und zwar so schwer, dass Sie Ihren Beruf nicht weiter ausführen können?

Hier greifen private Absicherungen gegen Berufsunfähigkeit.

1. Fragen und Antworten zur Absicherung der Berufsunfähigkeit

Das größte Kapital eines Menschen ist seine Arbeitskraft. Durch sie kann er ein regelmäßiges Einkommen erzielen und seinen Lebensunterhalt finanzieren. Die Berufsunfähigkeit sichert Sie gegen einen möglichen Verlust der Arbeitskraft ab.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeit?

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Jeder, der aktiv in einem Beschäftigungsverhältnis ist oder ein solches noch vor sich hat. Egal, ob Schüler, Student oder Berufstätiger. Jeder ist auf den „Kapitalmotor“ der eigenen Arbeitskraft angewiesen. Einen solchen finanziellen Ausfall gilt es zu schützen.

Wie sichert die Berufsunfähigkeit ab?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet Ihnen bei dem Vorliegen einer Berufsunfähigkeit, ab einem bestimmten Prozentsatz, eine monatliche Rente bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit. Den Prozentsatz und die Laufzeit legen Sie bei Vertragsabschluss fest.

Welcher Versicherer ist der richtige für mich?

STC hilft Ihnen den richtigen Versicherer zu finden. Neben Ihrem aktuellen Beruf, aber auch der gewünschten Leistungshöhe und der Laufzeit, spielen vor allem die Bedingungswerke und die wirtschaftliche Stärke des Versicherungspartners eine große Rolle. In einem individuellen Gespräch klärt STC mit Ihnen alle Vorgaben ab und sucht für Sie den passenden Vertragspartner.

Ist eine Absicherung trotz Vorerkrankungen möglich?

Auch wenn Vorerkrankungen bestehen, heißt dies nicht zwangsläufig, dass keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich ist. Versicherer reagieren, je nach Krankheitsbild, unterschiedlich auf eine mögliche Absicherung. STC prüft anhand der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen (Diagnose- und Behandlungsberichte usw.) in einem anonymisierten Verfahren die Annahmemöglichkeiten im Versicherungsmarkt. Sollte das Ergebnis dennoch negativ ausfallen, so stehen Ihnen trotzdem noch umfangreiche weitere Absicherungsmöglichkeiten zur Auswahl.

Wie wird Berufsunfähigkeit definiert?

Berufsunfähigkeit nach § 178 VVG:

„Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

2. Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung

Je nachdem in welcher Lebensphase Sie sich befinden und ob Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, erhalten Sie eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die hier zu erwartenden Leistungen sind jedoch meist unzureichend.

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© STC Research, Berufsunfähigkeit: Bedarfsdarstellung auf der Zeitachse

Wann wird eine Leistung gezahlt?
Die gesetzliche Rentenversicherung definiert einen längerfristigen Ausfall unter dem Begriff der Erwerbsunfähigkeit (§ 43 SGB VI). Erwerbsunfähigkeit unterscheidet sich zu einer Berufsunfähigkeit dahingehend, dass eine Prüfung der körperlichen/geistigen Leistungsfähigkeit nicht alleine am zuletzt ausgeübten Beruf, sondern auch am kompletten Arbeitsmarkt geprüft wird. Eine Leistung erfolgt also nur, wenn kein(und nicht Ihr zuletzt ausgeübter) Beruf ausgeübt wird. Die Ablehnungsmöglichkeiten sind somit enorm hoch.
Wie hoch ist eine mögliche Erwerbsminderungsrente?
Sind die Leistungsvoraussetzungen erfüllt, so orientiert sich eine Erwerbsminderungsrente am letzten Bruttogehalt. Liegt eine volle Erwerbsminderungsrente vor, so ist mit ca. 32% des letzten Bruttoeinkommens zu rechnen. Bei einer teilweisen Erwerbsminderung sind es 16%. Eine volle und eine teilweise Erwerbsminderungsrente orientieren sich an zeitlichen Einsetzungsmöglichkeiten im Arbeitsmarkt (s. § 43 SGB VI)  
Schüler, Studenten und Berufsanfänger
Eine Leistung auf Erwerbsminderungsrente besteht für Schüler, Studenten und Berufsanfänger in der Regel nicht. Um einen Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung durchsetzen zu können, ist es notwendig mindestens 5 Jahre Beiträge eingezahlt zu haben. Ebenfalls müssen in den letzten 5 Jahren vor dem möglichen Schadenfall 3 Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt worden sein (s. § 241 Sozialgesetzbuch VI). Dies ist bei Schülern, Studenten und Berufsanfänger meist nicht der Fall. Es besteht folglich kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. 
Angestellte und Berufstätige
Sind die Leistungsvoraussetzungen der Mindestversicherungszeiten erfüllt, so können Angestellte bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente mit 16%, bei einer vollen Erwerbsminderungsrente mit 32% ihres letzten Bruttoeinkommens rechnen. Diese Werte reichen allerdings für eine Weiterführung des gewohnten Lebensstandards nicht aus. 
Elternzeit
Versicherungsschutz für eine Erwerbsminderungsrente besteht auch innerhalb der Elternzeit, wenn keine Beiträge mehr durch ein laufendes Beschäftigungsverhältnis abgeführt werden. Dieser Versicherungsschutz ist aber zeitlich begrenzt! Sind in den letzten 5 Jahren nicht mindestens drei Jahre Beiträge abgeführt worden, so einfällt der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.
Früherer Renteneintritt, was passiert?
Liegt eine Erwerbsminderung vor und Sie erhalten eine entsprechende Rente, so besteht auch die Möglichkeit eines frühzeitigen Renteneintritts. So angenehm sich dies auch im ersten Moment anhört, so ernüchternd ist die Umstellung. Geht man davon aus, dass in den letzten Jahren keine Beiträge mehr an den Rentenversicherer abgeführt worden sind, so baut sich Ihr Rentenkonto nicht weiter auf. Durch die vorgezogene Rente erhalten Sie zudem erhebliche Abzüge auf die Altersrente. In der Vorsorgeplanung sollten Sie daher darauf achten, auch die Altersrente entsprechend zu sichern.

Die Leistungen der gesetzlichen Vorsorge sind somit unzureichend, eine Absicherung der Arbeitskraft ist zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards und der finanziellen Unabhängigkeit dringend erforderlich.

3. Berufsspezifische Besonderheiten

Absicherung der Arbeitskraft ist für jeden wichtig. Zu beachten gilt, dass nicht jede Berufsgruppe die gleichen Schwerpunkte dabei legen sollte. Bei handwerklichen Berufen ist die körperliche Fitness weitaus wichtiger, als beim Büroangestellten. Die Gefahr einer Infektion liegt bei einem Arzt viel mehr auf der Hand, als beim Rechtsanwalt. Es ist daher wichtig die individuellen Bedürfnisse der Absicherung zu kennen.

Berufsanfänger/ Schüler

Je früher eine Berufsunfähigkeit abgeschlossen wird, desto besser. Besonders beim Anstreben eines handwerklichen Beruf führt ein Abschluss kurz vor Berufsbeginn zu enormen Beitragsersparnissen. Eine frühzeitige Absicherung lohnt sich auch um einer Ablehnung auf Grund von Vorerkrankungen zu umgehen.

Weitere Informationen: Schüler & Studenten, Berufsanfänger

Angestellter

Jeder Angestellte sollte seine Arbeitskraft absichern. Ein Punkt auf den besonders Angestellte Wert legen sollten ist der Einschluss von psychischen Erkrankungen (z.B. Burn out). Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen zählen mit fast 30 % zu der Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit. Eine Mitversicherung innerhalb der Berufsunfähigkeit ist daher besonders wichtig.

Weitere Informationen: Angestellte

Handwerklich Tätige

Für handwerkliche Tätige liegt der Grundstein ihrer Arbeit in der körperlichen Fitness. Der Beruf des Handwerkers wird daher gewöhnlich als risikoreicher eingeschätzt, was zu einem erhöhten Beitrag führt. Alternativen für handwerklich Tätige sind zum Beispiel die Grundfähigkeitsversicherung, die Schwere Krankheiten Absicherung, die Pflegerente, das Pflegetagegeld oder die Multi-Funktionen-Versicherung.

Weitere Informationen: Handwerker

Selbstständige

Eine sinnvolle Absicherung für Selbstständige durch eine Berufsunfähigkeit ist schwierig. Durch die sogenannte „Umorganisationsklausel“ kommt es oftmals zu Problemen bei Leistungsanträgen. Ein Selbstständiger gilt nicht als berufsunfähig, wenn er durch eine zumutbare Umorganisation der Arbeitsabläufe innerhalb des Betriebs den Beruf weiter ausführen kann.

Beispiel einer Umorganisationsklausel
Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn die versicherte Person in zumutbarer Weise weiterhin als Selbstständiger nach wirtschaftlich angemessener Umorganisation innerhalb seines Betriebs tätig sein könnte. Eine Umorganisation ist beispielsweise regelmäßig dann zumutbar, wenn

  • der versicherten Person die Stellung als Betriebsinhaber erhalten bleibt,
  • erheblicher Kapitaleinsatz nicht erforderlich ist und
  • keine erheblichen Einkommenseinbußen damit verbunden sind.“ 

Alternativen für Selbstständige sind zum Beispiel die Grundfähigkeitsversicherung, die Schwere Krankheiten Absicherung, die Pflegerente, das Pflegetagegeld oder die Multi-Funktionen-Versicherung.

Weitere Informationen: Selbstständige

Mediziner/ Heilberufe

Der Kontakt mit erkrankten Menschen oder das Arbeiten mit Spritzen gehört beim Mediziner zum Arbeitsalltag. Ein besonderes Augenmerk sollte bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung daher auf die sogenannte Infektionsklausel gelegt werden. Ein Leistungsanspruch besteht dabei bereits, wenn im Fall einer Infektion ein Berufsverbot von mindestens 6 Monaten durch eine Behörde verhängt wird. Dies ist auch der Fall, wenn die sonstigen Punkte einer Berufsunfähigkeit nicht erfüllt sind. Ohne Infektionsklausel erfolgt keine Leistung, wenn keine dauerhafte Berufsunfähigkeit besteht.

§ 31 Berufliches Tätigkeitsverbot (Infektionsschutzgesetz)

„Die zuständige Behörde kann Kranken, Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen und Ausscheidern die Ausübung bestimmter beruflicher Tätigkeiten ganz oder teilweise untersagen. Satz 1 gilt auch für sonstige Personen, die Krankheitserreger so in oder an sich tragen, dass im Einzelfall die Gefahr einer Weiterverbreitung besteht.“

Wichtig ist diese Klausel für folgende Berufe:

Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger, Pflegekräfte, Sanitäter, Personen in der medizinischen Forschung und Entwicklung, Lehrbeauftragte/ Dozenten, Hochschulpersonal, aber auch Studenten medizinischer Berufe.

Weitere Informationen: Mediziner/ Heilberufe

Beamte

Sind Sie ein Beamter, benötigen Sie für eine sinnvolle Absicherung die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Dabei ist darauf zu achten, ob Sie Polizist, Soldat oder Beamter der öffentlichen Verwaltung sind, denn nicht jede Klausel passt zu jedem Beamten.

Weitere Informationen zur Absicherung der Arbeitskraft für Beamte finden Sie hier: Dienstunfähigkeitsversicherung.

4. Auf was Sie achten sollten

Die Entscheidung sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern sollte wohl bedacht sein. Informieren Sie sich über die Ausgestaltungen Ihres Angebots.

Ab wann zahlt die Versicherung?

Die meisten Versicherungen zahlen bei einer Berufsunfähigkeit von 50 %. Allerdings kann auch eine Quote vereinbart werden. Ebenso gibt es Versicherer die anbieten, dass sich diese Quote ab einem bestimmten Alter ändert.

Verzicht abstrakte Verweisung

Die Berufsunfähigkeitsrente wird bezahlt, auch wenn der Versicherte theoretisch einem anderen Beruf nachgehen könnte.

Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Wenn Sie sich absichern, dann tuen Sie es richtig. Für den Fall einer Berufsunfähigkeit sollte die Rente mindestens zum Leben ausreichen. Besser noch: Sie denkt die entstehende Einkommenslücke komplett ab.

Leistungs- und Versicherungsdauer

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen kann es zu Unterschieden zwischen Leistungs- und Versicherungsdauer kommen. Grundsätzlich gilt dabei: Je höher die Altersgrenzen, desto besser.

Die Versicherungsdauer beschreibt den Zeitraum in dem Sie versichert sind. Sollten Sie nach diesem Zeitraum berufsunfähig werden erhalten Sie keinerlei Leistung. (z.B. versichert bis 60 Jahre)

Die Leistungsdauer beschreibt den Zeitraum in dem Sie im Fall der Berufsunfähigkeit Leistung erhalten. (z.B. Leistung bis 67 Jahre). Je nach Anbieter ist sogar eine lebenslange Leistungsdauer möglich.

Beitrags- und Leistungsdynamik

Die Beitrags- und Leistungsdynamik dienen dem Ausgleich der Inflation und ermöglichen den Erhalt Ihrer Kaufkraft. Nähere Informationen finden Sie hier.

Nachversicherungsoptionen

Die Nachversicherungsoptionen legen fest, unter welchen Umständen eine Veränderung der Absicherung möglich ist, ohne sich einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen. So ist bspw. bei der Geburt eines Kinders oder der Heirat meist eine Erhöhung der möglichen Berufsunfähigkeitsrente sinnvoll. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zusatzleistungen

Je nach Anbieter, ist ein Einschluss von weiteren Leistungen im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung möglich. Dazu gehören die Absicherung gegen Arbeitsunfähigkeit, ein Krankentagegeld oder die Absicherung gegen Schwere Krankheiten durch eine einmalige Kapitalleistung. Auch eine Pflegeversicherung kann teilweise mit eingeschlossen werden.

5. Ihr persönliches Angebot

Sie möchten wissen, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung das Richtige für Sie ist oder wünschen ein konkretes Angebot? Dann füllen Sie einfach das folgende Formular aus, gerne setzen wir uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung – einfach und kostenfrei.

Ihr Name: (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse: (Pflichtfeld)

Ihr Geburtsdatum: (Pflichtfeld)

Wie ist Ihr aktuelles Beschäftigungsverhältnis (Azubi, Angestellter, Selbstständig, Beamter,...)(Pflichtfeld)?

Welchen Beruf üben Sie konkret aus (Pflichtfeld)?

Möchten Sie uns etwas Besonderes mitteilen (Vorerkrankungen, bereits bestehende Absicherungen, konkrete Fragen usw.?)

Untersuchungsberichte oä. können Sie gerne hier hochladen:

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Quellen:

www.gdv.de (eingesehen am 4.06.2016)