Die wichtigste Absicherung: Ihre Arbeitskraft

Egal, welche Ziele Sie in der Zukunft verfolgen, die meisten erfordern Ihre körperliche und geistige Fitness. Was passiert, wenn Sie durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt werden und zwar so schwer, dass Sie Ihren Beruf nicht weiter ausführen können?

Hier greifen private Absicherungen gegen Berufsunfähigkeit.

1. Fragen und Antworten zur Absicherung der Berufsunfähigkeit

Das größte Kapital eines Menschen ist seine Arbeitskraft. Durch sie kann er ein regelmäßiges Einkommen erzielen und seinen Lebensunterhalt finanzieren. Die Berufsunfähigkeit sichert Sie gegen einen möglichen Verlust der Arbeitskraft ab.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Jede*r, der*die aktiv in einem Beschäftigungsverhältnis ist oder ein solches noch vor sich hat. Egal, ob Schüler*in, Student*in oder Berufstätige*r. Jede*r ist auf den „Kapitalmotor“ der eigenen Arbeitskraft angewiesen. Einen solchen finanziellen Ausfall gilt es zu schützen.

Wie sichert die Berufsunfähigkeitsversicherung ab?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet Ihnen bei Vorliegen einer Berufsunfähigkeit – ab einem bestimmten Prozentsatz – eine monatliche Rente bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit. Den Prozentsatz und die Laufzeit legen Sie bei Vertragsabschluss fest. Die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen greifen ab 50% Berufsunfähigkeit, also dann, wenn Sie Ihren Beruf nur noch halb so gut ausüben können wie vorher. Das kann z.B. heißen, dass Sie statt acht nur noch vier Stunden arbeiten können oder für dieselbe Tätigkeit doppelt so lang brauchen.

Welcher Versicherer ist der richtige für mich?

STC hilft Ihnen, den richtigen Versicherer zu finden. Neben Ihrem aktuellen Beruf, aber auch der gewünschten Leistungshöhe und der Laufzeit, spielen vor allem die Bedingungswerke und die wirtschaftliche Stärke des Versicherungspartners eine große Rolle. In einem individuellen Gespräch klärt STC mit Ihnen alle Vorgaben ab und sucht für Sie den passenden Vertragspartner.

Ist eine Absicherung trotz Vorerkrankungen möglich?

Auch wenn Vorerkrankungen bestehen, heißt dies nicht zwangsläufig, dass keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich ist. Versicherer reagieren, je nach Krankheitsbild, unterschiedlich auf eine mögliche Absicherung. STC prüft anhand der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen (Diagnose- und Behandlungsberichte usw.) in einem anonymisierten Verfahren die Annahmemöglichkeiten im Versicherungsmarkt. Sollte das Ergebnis dennoch negativ ausfallen, so stehen Ihnen trotzdem noch umfangreiche weitere Absicherungsmöglichkeiten zur Auswahl.

Wie wird Berufsunfähigkeit definiert?

Berufsunfähigkeit nach § 178 VVG:

„Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

2. Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung

Je nachdem, in welcher Lebensphase Sie sich befinden und ob Sie Ihren Beruf nicht mehr oder nur noch zum Teil ausüben können, erhalten Sie eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die hier zu erwartenden Leistungen sind jedoch meist unzureichend. Nähere Informationen erhalten Sie unter Arbeitskraft sichern.

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© STC Research, Berufsunfähigkeit: Bedarfsdarstellung auf der Zeitachse

Wann wird eine Leistung gezahlt?
Die gesetzliche Rentenversicherung definiert einen längerfristigen Ausfall unter dem Begriff der Erwerbsunfähigkeit (§ 43 SGB VI). Erwerbsunfähigkeit unterscheidet sich zu einer Berufsunfähigkeit dahingehend, dass eine Prüfung der körperlichen/geistigen Leistungsfähigkeit nicht alleine am zuletzt ausgeübten Beruf, sondern auch am ganzen Arbeitsmarkt geprüft wird. Eine Leistung erfolgt also nur, wenn kein(und nicht Ihr zuletzt ausgeübter) Beruf ausgeübt werden kann. Die Ablehnungsmöglichkeiten sind somit enorm hoch.
Wie hoch ist eine mögliche Erwerbsminderungsrente?
Sind die Leistungsvoraussetzungen erfüllt, so orientiert sich eine Erwerbsminderungsrente am letzten Bruttogehalt. Liegt eine volle Erwerbsminderungsrente vor, so ist mit ca. 32% des letzten Bruttoeinkommens zu rechnen. Bei einer teilweisen Erwerbsminderung sind es 16%. (s. § 43 SGB VI)  
Schüler*innen, Student*innen und Berufsanfänger*innen
Eine Leistung auf Erwerbsminderungsrente besteht für Schüler*innen, Student*innen und Berufsanfänger*innen in der Regel nicht. Um einen Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung durchsetzen zu können, ist es notwendig, mindestens 5 Jahre Beiträge eingezahlt zu haben. Ebenfalls müssen in den letzten 5 Jahren vor dem möglichen Schadenfall 3 Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt worden sein (s. § 241 Sozialgesetzbuch VI). Dies ist bei Schüler*innen, Student*innen und Berufsanfänger*innen meist nicht der Fall. Es besteht folglich kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.
Angestellte und Berufstätige
Sind die Leistungsvoraussetzungen der Mindestversicherungszeiten erfüllt, so können Angestellte bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente mit 16%, bei einer vollen Erwerbsminderungsrente mit 32% ihres letzten Bruttoeinkommens rechnen.
Elternzeit
Versicherungsschutz für eine Erwerbsminderungsrente besteht auch innerhalb der Elternzeit, wenn keine Beiträge mehr durch ein laufendes Beschäftigungsverhältnis abgeführt werden. Dieser Versicherungsschutz ist aber zeitlich begrenzt: Sind in den letzten 5 Jahren nicht mindestens drei Jahre Beiträge abgeführt worden, so einfällt der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.
Früherer Renteneintritt, was passiert?
Liegt eine Erwerbsminderung vor und Sie erhalten eine entsprechende Rente, so besteht auch die Möglichkeit eines frühzeitigen Renteneintritts. So angenehm sich dies auch im ersten Moment anhört, so ernüchternd ist die Umstellung. Geht man davon aus, dass in den letzten Jahren keine Beiträge mehr an den Rentenversicherer abgeführt worden sind, so baut sich Ihr Rentenkonto nicht weiter auf. Durch die vorgezogene Rente erhalten Sie zudem erhebliche Abzüge auf die Altersrente. In der Vorsorgeplanung sollten Sie daher darauf achten, auch die Altersrente entsprechend zu sichern.

Wie Sie sehen, sind die Leistungen der gesetzlichen Vorsorge oft unzureichend. Daher empfiehlt STC dringend eine private Absicherung. Damit diese nicht zu einem weiteren Stressfaktor für Sie wird, erfahren Sie hier alles, was Sie wissen müssen.

3. Berufsspezifische Besonderheiten

Absicherung der Arbeitskraft ist für jeden wichtig. Zu beachten gilt, dass nicht jede Berufsgruppe die gleichen Schwerpunkte dabei legen sollte: Bei handwerklichen Berufen ist die körperliche Fitness weitaus wichtiger als beim Büroangestellten. Die Gefahr einer Infektion liegt bei einem Arzt viel mehr auf der Hand als beim Rechtsanwalt. Es ist daher wichtig, die individuellen Konditionen der Absicherung zu kennen.

Berufsanfänger*innen und Schüler*innen

Je früher eine Berufsunfähigkeit abgeschlossen wird, desto besser. Besonders beim Anstreben eines handwerklichen Beruf führt ein Abschluss kurz vor Berufsbeginn zu enormen Beitragsersparnissen. Eine frühzeitige Absicherung lohnt sich auch, um einer Ablehnung auf Grund von Vorerkrankungen zu umgehen.

Weitere Informationen: Schüler & Studenten, Berufsanfänger

Angestellte

Jede*r Angestellte sollte seine Arbeitskraft absichern. Ein Punkt, auf den besonders Angestellte Wert legen sollten, ist der Einschluss von psychischen Erkrankungen (z.B. Burnout). Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen zählen mit fast 30 % zu den Hauptursachen für Berufsunfähigkeit. Eine Mitversicherung innerhalb der Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher besonders wichtig.

Weitere Informationen: Angestellte

Handwerklich Tätige

Für handwerklich Tätige liegt der Grundstein ihrer Arbeit in der körperlichen Fitness. Handwerkliche Berufe werden daher gewöhnlich als risikoreicher eingeschätzt, was zu einem erhöhten Beitrag führt. Alternativen für handwerklich Tätige sind zum Beispiel die Grundfähigkeitsversicherung, die Schwere Krankheiten Absicherung, die Pflegerente, das Pflegetagegeld oder die Multi-Funktionen-Versicherung.

Weitere Informationen: Handwerker

Selbstständige

Eine sinnvolle Absicherung für Selbstständige durch eine Berufsunfähigkeit ist schwierig. Durch die sogenannte „Umorganisationsklausel“ kommt es oftmals zu Problemen bei Leistungsanträgen. Ein Selbstständiger gilt nicht als berufsunfähig, wenn er durch eine zumutbare Umorganisation der Arbeitsabläufe innerhalb des Betriebs den Beruf weiter ausführen kann.

Beispiel einer Umorganisationsklausel
Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn die versicherte Person in zumutbarer Weise weiterhin als Selbstständiger nach wirtschaftlich angemessener Umorganisation innerhalb seines Betriebs tätig sein könnte. Eine Umorganisation ist beispielsweise regelmäßig dann zumutbar, wenn

  • der versicherten Person die Stellung als Betriebsinhaber erhalten bleibt,
  • erheblicher Kapitaleinsatz nicht erforderlich ist und
  • keine erheblichen Einkommenseinbußen damit verbunden sind.“ 

Alternativen für Selbstständige sind zum Beispiel die Grundfähigkeitsversicherung, die Schwere Krankheiten Absicherung, die Pflegerente, das Pflegetagegeld oder die Multi-Funktionen-Versicherung.

Weitere Informationen: Selbstständige

Mediziner*innen und Heilberufe

Der Kontakt mit kranken Menschen gehört für Mediziner*innen zum Arbeitsalltag. Ein besonderes Augenmerk sollte bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung daher auf die sogenannte Infektionsklausel gelegt werden. Ein Leistungsanspruch besteht dabei bereits, wenn im Fall einer Infektion ein Berufsverbot von mindestens 6 Monaten durch eine Behörde verhängt wird. Dies ist auch der Fall, wenn die sonstigen Bedingungen einer Berufsunfähigkeit nicht erfüllt sind. Ohne Infektionsklausel erfolgt keine Leistung, wenn keine dauerhafte Berufsunfähigkeit besteht.

§ 31 Berufliches Tätigkeitsverbot (Infektionsschutzgesetz)

„Die zuständige Behörde kann Kranken, Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen und Ausscheidern die Ausübung bestimmter beruflicher Tätigkeiten ganz oder teilweise untersagen. Satz 1 gilt auch für sonstige Personen, die Krankheitserreger so in oder an sich tragen, dass im Einzelfall die Gefahr einer Weiterverbreitung besteht.“

Wichtig ist diese Klausel für folgende Berufe:

Ärzt*innen, Krankenpfleger*innen, sonstige Pflegekräfte, Sanitäter*innen, Personen in der medizinischen Forschung und Entwicklung, Lehrbeauftragte/ Dozierende, Hochschulpersonal, aber auch Studierende medizinischer Berufe.

Weitere Informationen: Mediziner/ Heilberufe

Beamte

Sind Sie verbeamtet, benötigen Sie für eine sinnvolle Absicherung die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Dabei ist darauf zu achten, ob Sie Polizist*in, Soldat*in oder Beamte*r der öffentlichen Verwaltung sind, denn nicht jede Klausel passt zu jedem*r Beamten.

Weitere Informationen zur Absicherung der Arbeitskraft für Beamte finden Sie hier: Dienstunfähigkeitsversicherung.

4. Auf was Sie achten sollten

Die Entscheidung, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern, sollte wohl bedacht sein. Informieren Sie sich über die Ausgestaltungen Ihres Angebots.

Ab wann zahlt die Versicherung?

Die meisten Versicherungen zahlen bei einer Berufsunfähigkeit von 50 %. Allerdings kann auch eine Quote vereinbart werden. Ebenso gibt es Versicherer die anbieten, dass sich diese Quote ab einem bestimmten Alter ändert.

Verzicht abstrakte Verweisung

Die Berufsunfähigkeitsrente wird bezahlt, auch wenn der*die Versicherte theoretisch einem anderen Beruf nachgehen könnte.

Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Wenn Sie sich absichern, dann achten Sie auch darauf, wie viel Geld Sie im Fall des Falles erhalten. Bei Berufsunfähigkeit sollte die Rente mindestens zum Leben ausreichen. Besser noch: Sie deckt die entstehende Einkommenslücke komplett ab.

Leistungs- und Versicherungsdauer

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen kann es zu Unterschieden zwischen Leistungs- und Versicherungsdauer kommen. Grundsätzlich gilt dabei: Je höher die Altersgrenzen, desto besser.

Die Versicherungsdauer beschreibt den Zeitraum, in dem Sie versichert sind. Sollten Sie nach diesem Zeitraum (z.B. ab einem Alter von 60 Jahren) berufsunfähig werden, erhalten Sie keine Leistungen.

Die Leistungsdauer beschreibt den Zeitraum, in dem Sie im Fall der Berufsunfähigkeit Leistungen erhalten. (z.B. Leistung bis 67 Jahre). Je nach Anbieter ist sogar eine lebenslange Leistungsdauer möglich.

Beitrags- und Leistungsdynamik

Die Beitrags- und Leistungsdynamik dienen dem Ausgleich der Inflation und ermöglichen den Erhalt Ihrer Kaufkraft. Nähere Informationen finden Sie hier.

Nachversicherungsoptionen

Die Nachversicherungsoptionen legen fest, unter welchen Umständen eine Veränderung der Absicherung möglich ist, ohne sich einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen. So ist bspw. bei der Geburt eines Kindes oder der Heirat meist eine Erhöhung der möglichen Berufsunfähigkeitsrente sinnvoll. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zusatzleistungen

Je nach Anbieter ist ein Einschluss von weiteren Leistungen im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung möglich. Dazu gehören die Absicherung gegen Arbeitsunfähigkeit, ein Krankentagegeld oder die Absicherung gegen schwere Krankheiten durch eine einmalige Kapitalleistung. Auch eine Pflegeversicherung kann teilweise mit eingeschlossen werden.

5. Ihr persönliches Angebot

Sie möchten wissen, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung das Richtige für Sie ist oder wünschen ein konkretes Angebot? Dann füllen Sie einfach das folgende Formular aus, gerne setzen wir uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung – einfach und kostenfrei.

    Ihr Name: (Pflichtfeld)

    Ihre E-Mail-Adresse: (Pflichtfeld)

    Ihr Geburtsdatum: (Pflichtfeld)

    Wie ist Ihr aktuelles Beschäftigungsverhältnis (Azubi, Angestellter, Selbstständig, Beamter,...)(Pflichtfeld)?

    Welchen Beruf üben Sie konkret aus (Pflichtfeld)?

    Möchten Sie uns etwas Besonderes mitteilen (Vorerkrankungen, bereits bestehende Absicherungen, konkrete Fragen usw.?)

    Untersuchungsberichte oä. können Sie gerne hier hochladen:


    Quellen:

    www.gdv.de (eingesehen am 4.06.2016)