Tipps für den Einbruchschutz –

So sichern Sie Ihr Zuhause.

Die eigenen vier Wände sind der Ort, an dem Sie sich am sichersten fühlen. Doch alle zwei Minuten dringen Einbrecher in genau diesen ganz privaten Rückzugsort ein. Oftmals hätte das durch einfache Sicherungen oder sonstige Mittel verhindern werden können. Damit Sie und Ihre Familie sich Zuhause auch weiterhin wohlfühlen können, gibt STC Ihnen die notwendigen Tipps zum Einbruchschutz.

1. Entwicklung der Einbruchszahlen

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche immer weiter angestiegen. Der Gesamtschaden belief sich im Jahr 2015 auf 441 Millionen Euro und sind Sachschäden, die durch Aufbrechen von Sicherungseinrichtungen oder Vandalismus entstanden, nicht enthalten. Gegen diese finanziellen Folgen gibt es Versicherungen, doch für die meisten Betroffenen sind die psychischen Belastungen meist weitaus schlimmer. Es gilt also nicht nur sich versicherungstechnisch gut abzusichern, sondern auch Präventionsmaßnahmen zu treffen, um Einbrüche zu verhindern. So blieb es in 42,7 % der Fälle nur beim Einbruchsversuch, da Zusatzsicherungen vorhanden waren.

© STC Research, Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

© STC Research, Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

 

2. So ticken Einbrecher

Wer der Aussage „Urlaubszeit ist Einbruchszeit“ Glauben schenkt, der muss sich an dieser Stelle eines Besseren belehren lassen. So stellte die Kölner Studie 2011 der Polizei Nordrhein-Westfalen fest, dass Einbrecher in den Sommerferien ganz und gar keine Hochsaison haben. Vielmehr stieg die Anzahl der Einbrüche während der „dunklen Jahreszeit“ (November bis März). Die in den Wintermonaten früh eintretende Dunkelheit bietet den Einbrechern Schutz vor Blicken der Anwohner. Die bevorzugten „Arbeitstage“ der ungebetenen Gäste sind dabei Freitag und Samstag.

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

Auch die Tageszeit in denen Einbrecher besonders aktiv sind wird oftmals falsch eingeschätzt. Nicht nachts, sondern im Zeitraum von 14:00 bis 20:00 Uhr konnten über 70 % der Einbrüche festgestellt werden.

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

3. Hier steigen Einbrecher ein

Der leichteste Weg für Täter ist die ebenerdige Terrassen- bzw. Balkontür und die Fenster (Einfamilienhäuser). Ca. 80 % der Einbrecher nutzen diese Einstiegswege, um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Viele unterschätzen dabei die Schnelligkeit, mit der ein ungesichertes Fenster aufgebrochen werden kann. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Wohnungstür besonders gefährdet.

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

© STC Research, Quelle: Kölner Studie 2011

4. Tipps zur Einbruchsprävention

Um sich gegen einen Einbruch zu schützen, gibt es die unterschiedlichsten Wege. Einige Vorschläge und Tipps sind hier zusammengefasst.

Kostenlose Vor-Ort-Beratung der Polizei

In 42,7% der gescheiterten Einbruchsversuche hielten vorhandene Sicherungen die Täter von einem Einbruch ab. Welche Sicherungsmaßnahmen in Ihrem Fall möglich und sinnvoll sind, darüber können Sie sich kostenlos von der Polizei beraten lassen! Bei Ihnen Zuhause überprüft die Polizei dann mögliche Schwachstellen und zeigt Verbesserungsvorschläge auf.

Einbruchhemmende Türen, Fenster und Rollläden

Es lohnt sich das 20 Jahre alte Fenster überprüfen zu lassen. Der Einbau von einbruchhemmenden Türen, Fenstern und anderen Sicherungen zeigt Wirkung. 42,7 % der gescheiterten Einbrecher wurden durch vorhandene Sicherungen aufgehalten. Sollten auch Sie sich für den Einbau mechanischer Sicherungen entscheiden, achten Sie auf besondere Siegel wie beispielsweise das VdS-Siegel.

Staatliche Förderung für Investitionen in den Einbruchschutz

Bei Investitionen in den Einbruchschutz besteht die Möglichkeit staatliche Förderungen zu erhalten. Die möglichen Zuschüsse liegen zwischen 200,- und 1.500,- €. Weitere Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten finden Sie hier.

Abschließen statt zuziehen

Schließen Sie beim Verlassen Ihres Zuhauses die Tür immer zweifach ab, auch wenn Sie nur kurz zum Nachbarn gehen wollen. Das gilt auch für die Fenstertüren und Fenster.

Kein versteckter Schlüssel

Verstecken Sie keinen Schlüssel außerhalb des Hauses (z.B. unter der Fußmatte). Geben Sie lieber einen Notfallschlüssel zu einem Nachbarn oder Freunden.

Einstiegshilfen wegräumen

Einstiegshilfen wie beispielsweise eine Leiter sollten nicht frei zugänglich im Garten stehen. Damit ermöglichen Sie Tätern über höhere Fenster ins Haus einzudringen. Besonders die höheren Fenster sind oftmals weniger gesichert oder stehen auf Kipp.

Licht schützt

Einbrecher suchen die Dunkelheit. Es ist daher empfehlenswert, gefährdete Bereiche wie die Haustür, Seiten- und Hintereingänge abends und nachts auszuleuchten. Damit nicht permanent das Licht brennt, können dafür beispielsweise Lampen mit Bewegungsmeldern genutzt werden.

Zylinder wechseln

Haben Sie Ihren Schlüssel verloren, dann wechseln Sie unbedingt Ihren Schließzylinder aus. So verhindern Sie, dass ein Einbrecher im schlimmsten Fall einfach den verlorenen/ gestohlenen Schlüssel benutzen kann.

Nachbarschaftshilfe

In einer guten Nachbarschaft darf der Blick auch gerne mal auf das Grundstück des Nachbarn fallen. Informieren Sie diese oder direkt die Polizei, wenn Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen.  Geben Sie außerdem Bescheid, wenn Sie im Urlaub sind, dann fallen Fremde auf dem Grundstück oder im Haus schneller auf. Gleichzeitig können Bekannte oder Nachbarn sich um das Schließen der Rollläden und die Leerung des Briefkastens kümmern. Dadurch wirkt das Haus während dem Urlaub bewohnt.

Keine Hinweise zur Abwesenheit

Sie sollten auf sozialen Medien oder dem Anrufbeantworter keine Hinweise über Ihre Abwesenheit verbreiten. Sie machen Ihr Eigenheim dadurch zum potentiellen Ziel der Täter.

5. Kontakt

Haben Sie Fragen oder wünschen sich Beratung bezüglich Versicherungsschutz gegen Einbrüche? So beraten Sie die Experten von STC gern – füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.

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    Quellen:

    www.polizei-beratung.de (eingesehen am 28.10.2016)

    www.polizei-nrw.de – Kölner Studie 2011 (eingesehen am 28.10.2016)

    www.bmi.bund.de (eingesehen am 28.10.2016)

    www.kfw.de (eingesehen am 28.10.2016)