Keyman-Police –

wie verkraftet Ihr Unternehmen den Ausfall einer Führungskraft?

© pressmaster, Adobe Stock

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Ein einzelner Schicksalsschlag kann ein gesamtes Unternehmen tief treffen. Der Verlust eines Menschen bedeutet nicht nur eine offene Lücke zwischen Kollegen, sondern auch ein fehlender Funktionsträger. Besonders bei leitenden Angestellten ist die Verteilung der Arbeitsbereiche bzw. die Einarbeitung eines neuen Kollegen sehr zeit- und geldintensiv. Im schlimmsten Fall kann das zum Ende Ihres Unternehmens führen. Damit Sie Ihr Unternehmen gegen die finanziellen Folgen eines solchen Unglücksfall absichern können, gibt es die Keyman-Police. Wie diese Absicherung funktioniert, zeigt STC.

1. Was ist eine Keyman-Police?

Eine Keyman-Police (auch Schlüsselkraftversicherung genannt) ist eine Schwere Krankheiten- oder Risikolebensversicherung , die Unternehmen für Schlüsselmitarbeiter abschließen. Versicherungsnehmer und Begünstigter ist bei einer solchen Police der Betrieb. Im Leistungsfall (Tod des Mitarbeiters) erhält das Unternehmen die vorher vereinbarte Versicherungsleistung ausgezahlt.

© STC Research

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1.1 Wer ist ein Schlüsselmitarbeiter?

Als Schlüsselkraft können alle Mitarbeiter bezeichnet werden, deren Ausscheiden zu starken finanziellen Verlusten des Betriebs führen würde. Dazu gehören in der Regel Angestellte, die besondere Fähigkeiten besitzen oder über spezielle Kenntnisse verfügen, die nur schwer durch neue Mitarbeiter zu ersetzen sind. Ebenso als Schlüsselkraft gelten leitende Angestellte wie beispielsweise Abteilungsleiter. Auch geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH sind in der Regel Schlüsselkräfte, besonders wenn das Fortbestehen der Firma bei einem Ausscheiden gefährdet ist.

  • leitende Angestellte
  • Mitarbeiter mit besonderen Fähigkeiten oder Kenntnissen
  • geschäftsführende Gesellschafter

1.2 Was kann noch abgesichert werden?

Nicht nur der Todesfall, sondern auch der Eintritt einer schweren Krankheit führt für Unternehmen zu hohen Kosten. Es ist daher sinnvoll, neben einer Risikolebensversicherung eine Leistung für den Fall einer schweren Krankheit einzuschließen. Das ist durch eine sogenannte „Schwere-Krankheiten-Option“ möglich. Bereits bei Diagnose einer schweren Krankheit (z.B. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.) erhält das Unternehmen eine seperat vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.

© STC Research

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Welche Krankheiten sind in der Schweren Krankheiten Versorgung abgesichert?

Standardmäßig abgesicherte Krankheiten
  • Krebs
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Baypass am Herzen
  • Niederenversagen
  • Multiple Sklerose
  • HIV bzw. Aids druch Bluttransfusion
  • Sinnesverlust (Erblindung, Sprachverlust usw.)
Weitere absicherbare Krankheiten
  • Alzheimer
  • Aortenplasik (Herzklappenoperation)
  • Arthritis
  • Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)
  • Creutzfeldt-Jakob
  • Dauerhafte Hindruckerhöhung
  • Demenz
  • Epilepsie
  • Erblindung
  • Folgen schwerer Krankheiten
  • Formen der Ataxie
  • Gehirntumor
  • Herzmuskelerkrankungen
  • Hirngewebeentzündungen
  • Hirnvenenthrombose
  • Kinderlähmung
  • Koma
  • Lebererkrankungen
  • Multiple Systematrophie
  • Neuroborreliose
  • Neurosarkoidose
  • Operationen der Hauptschlagader
  • Organtransplantation
  • Parkinson
  • Progressive supranukleäre Blickparese
  • Schwere Einschränkung der mentalen Leistungsfähigkeit
  • Schwere Erfrierungen
  • Schwere Lungenerkrankung
  • Schwere Verätzungen
  • Schwere Verbrennungen
  • Sprachverlust
  • Taubheit
  • Töfliche Krankheiten
  • Verlust von Gliedmaßen
  • und viele mehr (abhängig der Versicherungsbedingungen)
  • Doppelter Leistungsanspruch ist möglich! Die beiden Vertragsteile sind in der Regel unabhängig voneinander. Wird eine Leistung aufgrund der Diagnose einer schweren Krankheit fällig, besteht je nach Vereinbarung auch weiterhin der Anspruch auf eine Leistung im Todesfall. Alternativ gibt es auch Modelle, in denen die Leistung trotz vereinbarter Todesfallleistung nur einmal gezahlt wird.

 

2. Steuerliche Behandlung

Die steuerliche Behandlung der Beiträge und auch der Leistungen ist abhängig von der Unternehmensform. Es ist dabei zwischen Kapital- und Personengesellschaften zu unterscheiden.

Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften können die Beiträge einer Keyman-Police als Betriebsausgaben geltend machen. Tritt der Versicherungsfall ein, sind diese im Jahr des Zuflusses zu versteuern. Da diese Leistung allerdings meist zu betrieblich veranlassten Ausgaben führt, kommt es gewöhnlich zu keiner Gewinnerhöhung.

Personengesellschaften

Als Personengesellschaft hingegen können die Beiträge einer Keyman-Police nicht als Betriebsausgaben angesetzt werden. Die Versicherungsleistung wird dann allerdings auch nicht als Betriebseinnahme steuerlich behandelt.

 

3. Unterschiede bei Versicherern

Versicherer unterscheiden die Art und Weise der gewählten Absicherung sehr stark. Da die Auswahl der Produktanbieter generell sehr überschaubar ist, macht es daher in jedem Fall Sinn unter den persönlichen Risikoverhältnissen die jeweiligen Marktteilnehmer in Auge zu nehmen und Anhand der subjektiven Situation (Eintrittsalter, Raucher, Gesundheitsfragen, Familienstand usw.) abzuwägen, welcherer Anbieter sich eignet.

Beispielhafte Berechnung: Geboren am 15.01.2079, 200.000 € Versicherungssumme, Laufzeit bis 67 (Stand 05.2019)

AnbieterSchwere-Krankheiten (Anzahl)Schwere Krankheiten (Entschädigung)Tod
(Entschädigung)
Kosten (monatlich)
A45 schwere,
21 leichte Krankheiten mit geringerer Versicherungssumme
200.000 €200.000 €147,34 €
B46 schwere Krankheiten200.000 €2.000€147,59 €
C50 schwere Krankheiten200.000 €3.000 €156,90 €
209,20 € (Brutto)

Unterschiede zwischen den Anbietern können zum Beispiel in folgenden Themen bestehen:

  • Vorauszahlung bei bestimmten Ereignissen
  • Zweiter Leistungsfall ist mitversichert
  • Wartezeiten (Dauer)
  • Karenzzeiten
  • beitragsfrei mitversicherte Kinder
  • Anpassung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsfragen zu bestimmten Ereignissen
  • Mitversicherung von Terrorarkten
  • Zusatzbausteine (Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit
  • Zustandekommen der Prämie (Investmentansatz)
  • Brutto-/ Nettoprämie

4. Organisatorische Vorkehrungen nicht vergessen

Neben der reinen finanziellen Entschädigung darf nicht außer acht gelassen werden, dass auch im vorhinein vielseitige organisatorische Maßnahmen im Unternehmen getroffen werden sollten.

Mit dem STC- Notfallplan bieten wir hierzu eine weiterführende Beratung, die im Verlauf auch durch unsere kooperierenden Anwälte und Experten Unterstützt wird.

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Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen, aber auch Testamente sollten idealerweise im Einklage mit den finanziellen Entschädigungen für die Angehörigen ein hohes Maß an Sicherheit bieten.

5. Kontakt

Sie möchten Ihr Unternehmen gegen den Verlust wichtiger Mitarbeiter absichern oder haben Fragen zum Thema Keyman-Police? Dann füllen Sie einfach das folgende Kontaktformular aus. Wir setzen und schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung.

Name des Unternehmes (Pflichtfeld)

E-Mail-Adresse des Unternehmens: (Pflichtfeld)

Name der zu versichernden Person: (Pflichtfeld)

Beruf der zu versichernden Person: (Pflichtfeld)

Geburtsdatum der zu versichernden Person: (Pflichtfeld)

Möchten Sie uns etwas Besonderes mitteilen (Vorerkrankungen, Verdienst, Mitarbeiterverantwortung etc.)?