Die Corona-Krise hat enorme finanzielle Folgen für viele Unternehmen. Viele Unternehmen sind in ihrer Existenz aufgrund der Krise bedroht. Auf die Corona-Krise hat die Bundesregierung mit einem Milliardenschutzschild für Unternehmen reagiert. Diese Maßnahmen umfassen Punkte wie die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes oder Steuerstundungen. Aber vor allem die Vergabe von Krediten und Bürgschaften in grundsätzlich unbegrenzter Höhe der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) soll diesen betroffenen Unternehmen helfen.

1. Wie funktioniert ein KfW-Kredit?

Die KfW-Kreditvergabe funktioniert nach dem sogenannten Hausbankprinzip. Denn obwohl die KfW nicht über ein eigenes Filialnetz verfügt, gibt es die KfW-Kredite dennoch praktisch um die Ecke. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken  sowie Geschäftsbanken sind Hautvertriebspartner der KfW. Das bedeutet, dass diese Haubanken die Prüfung des Kreditnehmers übernehmen. Es erfolgt wie bei jedem normalen Kredit eine Bonität- und Risikoprüfung. Anschließend entscheidet die Hausbank, ob sie den Kredit bewilligt und einen entsprechenden Antrag bei der KfW stellt. Nach der Kreditbewilligung durch die KfW leitet die Hausbank die von der KfW erhaltenen Mittel an den Kunden weiter.

Dieses Kreditverfahren hat für den Kreditnehmer den Vorteil, dass sich die Hausbank und der Kreditnehmer in der Regel schon kennen. Daher wird es der Hausbank in der Regel leichter fallen, die Kreditwürdigkeit richtig einzuschätzen. Es kommt daher schneller zu einer Entscheidung, als dies durch eine Prüfung durch die KfW möglich wäre. Zudem besteht zwischen dem Kreditnehmer und der Hausbank ein Vertrauensverhältnis. Dieses erleichtert eine Kreditentscheidung enorm.

2. Was ist nun durch die Corona-Maßnahmen anders?

Grundsätzlich haben die Maßnahmen der Bundesregierung vor allem den Vorteil, dass der KfW mehr Mittel für Kredite zur Verfügung stehen und das in grundsätzlich unbegrenzter Höhe. Aber an dem Hausbankprinzip hat sich nichts geändert. Das heißt ein KfW-Kredit erfordert weiterhin das Mitwirken einer Hausbank.

Jedoch haben Unternehmen durch die Maßnahmen der Regierung höhere Chancen einen Kredit bewilligt zu bekommen. Denn die KfW übernimmt bei der Kreditvergabe einen großen Teil des Ausfallrisikos. Es werden teilweise 80-90% des Risikos von der KfW übernommen. So viel Risiko übernimmt die KfW normalerweise nicht, sodass schlussendlich die „Coronakredite“ von dem Bund abgesichert sind. Die Hausbanken tragen nur noch ein Restrisiko. Dieses Risiko wollen die Banken natürlich trotzdem abgesichert haben, sodass eine entsprechende Prüfung trotzdem erfolgt und entsprechende Sicherheiten von dem Kreditnehmer zu stellen sind. Wird bei dieser Prüfung der Kreditnehmer als nicht kreditwürdig befunden, wird es in diesen Fällen mit dem KfW-Kredit trotz Corona-Krise schwierig werden.

Schlussendlich bleiben die Zinsen bei den Krediten unverändert. Lediglich die Risikoübernahme hat sich somit verändert. Damit gelten für die Corona-Hilfen die üblichen Zinssätze der KfW. Jedoch kann die KfW sehr günstige Kredite aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase anbieten.

3. Wer kann die Hilfe beantragen?

Grundsätzlich kann jeder einen Antrag auf Corona-Hilfe stellen. Unternehmen, Selbständige und Freiberufler sind umfasst. Die Bewilligung ist unabhängig von der Größe des Unternehmens, sodass kleine, mittelständige und große Unternehmen Hilfe erhalten können. Aber Zweck des Programms ist es „unverschuldete Finanznöte“ im Zusammenhang mit der Coronakrise zu reduzieren. Sollte ein Unternehmen sich aus völlig anderen Gründen in der Krise befinden, dürfte das Unternehmen bei Antragstellung in Erklärungsnöte geraten. Das heißt Kredite bekommen nur diejenigen, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in wirtschaftlichen beziehungsweise finanziellen Schwierigkeiten befinden. Konkret heißt dies, dass alle Unternehmen Hilfe bekommen, die sich bis zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden.

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