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Pflegebedürftigkeit

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Ihre Zukunft in gute Hände legen:
Vorsorge für die Pflegebedürftigkeit

Jeder dritte Mann und jede dritte Frau in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Doch wie und warum kommt es dazu? Was steckt wirklich hinter dem Begriff „Pflegebedürftigkeit“? Wie läuft diese ab und vor allem wie können Sie sich vor den finanziellen Folgen schützen? STC verrät es Ihnen.

 

1. Wege in die Pflegebedürftigkeit

Es gibt keine Ursache, die pauschal für die Pflegebedürftigkeit verantwortlich ist. Viele unterschiedliche Wege können dazu führen: mal geht es langsam, ein anderes Mal völlig überstürzt. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

1. Krankheit
Zu den Hauptursachen gehört ein Schlaganfall. Dabei kommt es zu einer Minderversorgung einzelner Hirnbereiche mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dies hat je nach Dauer und Intensität des Anfalls ein Absterben der betroffenen Hirnzellen zur Folge. Daraus können für den Betroffenen enorme Einschränkungen in der Mobilität entstehen. Die Folge: Pflegebedürftigkeit.
2. Unfall
Unfälle passieren meist völlig überraschend und willkürlich. Vor allem im Alter oder durch die Ausübung bestimmter Berufe steigt das Gefahrenpotential. Unfälle können körperliche/geistige Einschränkungen verursachen, die zur Pflegebedürftigkeit führen.
3. Behinderung
Auch behinderte Menschen bedürfen einer umfangreichen Pflege. Egal, ob die Einschränkung geistig oder körperlich oder die Behinderung seit der Geburt oder erst später auftritt.

 

Stationen vor dem Pflegeeintritt

Neben unterschiedlichen Ursachen gibt es auch verschiedene Stationen, die viele Betroffene bis zur letztendlichen Feststellung der Pflegebedürftigkeit durchlaufen. Obwohl diese natürlich ganz individuell variieren können, möchten wir Ihnen die Aufenthalte in einem Krankenhaus, beziehungsweise in einer Rehabilitationsklinik kurz erläutern.
Krankenhaus
Das Einliefern in ein Krankenhaus zieht automatisch eine ungeplante Hektik mit sich. Daher sollten Sie vorher wissen, worauf Sie im Notfall achten müssten:

  • Sammeln/ Dokumentieren Sie alle Befundberichte/ Gutachten des Artzes!
  • Treten Sie in Kontakt mit dem behandelnden Arzt, um diesen in die spätere Pflegefeststellung miteinzubeziehen.
  • Unterzeichnen Sie alle notwendigen Vollmachten!
Zu den unausweichlichen Vollmachten zählen:

 

1. Vorsorgevollmacht
In der Vorsorgevollmacht tragen Sie eine Person ein, die im Pflegefall Ihr Vertreter sein wird. Tun Sie dies nicht, darf das Gericht einen Betreuer festsetzen. Außerdem können in der Vollmacht Vermögensregelungen, Wohnregelungen und persönliche Regelungen bezüglich eines eintretenden Pflegefalls geklärt werden.
2. Betreuungsvollmacht
Mit dieser Vollmacht können Sie/ Ihre Eltern persönliche Wünsche hinsichtlich der späteren Betreuung festhalten.
3. Patientenverfügung
Mit der Patientenverfügung können Sie/ Ihre Angehörigen festlegen, welche medizinischen Maßnahmen im Krankheitsfall zugelassen aber auch strikt abgelehnt werden sollen. Das dient der Vorsorge einer möglichen Entscheidungsunfähigkeit im Krankheits- und Pflegefall.

 

Rehabilitationsklinik
Wenn eine Linderung der Pflege als möglich betrachtet wird, kommt der Betroffene nach dem Krankenhaus zuerst in eine Rehabilitationsklinik. Ganz nach dem Motto: Rehabilitation vor Pflege. Dort werden alle medizinischen Vorkehrungen getroffen der Pflege entgegenzuarbeiten. Erst wenn keine Verbesserung in Sicht ist, ist die ambulante/ stationäre Pflege unausweichlich.

 

2. Pflegestufe feststellen

Als nächster Schritt wird die Pflegebedürftig und deren Intensität festgestellt. Dabei stellen folgenden Dienstleistern ein Gutachten aus:

Begutachtungsdienste
Weitere Fragen und Antworten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

1. Wie kommt es zur Begutachtung?
Zunächst müssen Sie einen Antrag auf Pflegeleistung bei der zuständigen Pflegekasse stellen. Dies ist auch telefonisch möglich und sollte so schnell es geht beantragt werden.
2. Wie können Sie sich auf den Besuch vorbereiten?
Sie sollten unbedingt ein sogenanntes Pflegetagebuch führen, in dem Sie die anfallenden Pflegemaßnahmen mit der aufgewendeten Zeit dafür festhalten. Dieses sollten Sie dem MDK/ MEDICPROOF zeigen, um den Aufwand der Pflege zu untermauern.
3. Wie läuft die Begutachtung ab und was ist zu beachten?
Der von der Pflegekasse beauftragte MDK/ MEDICPROOF besucht den Patienten und erstellt ein Gutachten, ob die Kriterien für Pflegeleistungen erfüllt sind und welche Pflegestufe genau vorliegt. Dieser Besuch wird schriftlich angekündigt. Wichtig ist, dass sich der Betroffene in einer ihm vertrauten Umgebung befindet und aus Scham keine essentiellen Informationen zur benötigten Hilfe verschweigt. Im Gutachten wird festgehalten, welche Höhe die Pflegeleistungen später haben werden.
4. Gibt es Möglichkeiten sich gegen das Gutachten zu wehren?
Innerhalb eines Monats können Sie schriftlich oder mündlich Widerruf gegen das Gutachten einlegen. Wenn Sie Einspruch eingelegt haben, wird sich daraufhin der beauftrage Gutachter zu seinem Entschluss äußern, und in der Regel nicht davon abkommen. In diesem Fall entscheidet die Pflegekasse nach Aktenlage des Falls und sendet Ihnen einen Widerspruchsbescheid zu.
5. An welchen Richtlinien orientiert sich das Gutachten?
Die zu berücksichtigenden Verrichtungen des alltäglichen Lebens werden in vier Themen gegliedert: Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Hauswirtschaft. Grundlegend für die Einstufung sind, welche Arten an Hilfe der Betroffene braucht, wie viel Zeit die Hilfe in Anspruch nimmt und wie häufig diese vorgenommen werden muss. Die Richtlinien finden Sie im Sozialgesetzbuch XI §14 Absatz 4.

 

 

3. Leistungen nach Pflegestufe und Pflegeart

Die finanzielle Förderung hängt nicht nur von der Pflegestufe (0, 1, 2, 3), sondern auch von der gewählten Pflegeart (ambulant, teilstationär, stationär) ab. Das heißt ein ambulant Gepflegter kann andere Leistungen beziehen, als ein stationär behandelter Betroffener.
Als Übersicht aller Pflegestufen, deren Leistungen und die Erklärung der Begriffe empfehlen wir Ihnen einen Besuch auf unseren kurzen Informationsseiten. Gleiche Seiten können Sie zudem als PDFs in unserer Downloadsparte rechts oben herunterladen.

 

 

4. Finanzielle Folgen auf das Vermögen

Wer nur mit einer gesetzlichen Pflegeversicherung vorsorgt, muss mit einer enormen finanziellen Last im Pflegefall rechnen – sowohl für den Pflegebedürftigen selbst, als auch für dessen Kinder.
Denn es entsteht eine nicht zu unterschätzende Versorgungslücke:

Versorgungslücke

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist in allen Fällen nur als eine Teilkasko-Versicherung anzusehen. Die Versorgungslücke muss letztendlich vom Vermögen des Betroffenen, beziehungsweise von dessen Kindern gedeckt werden. Damit wird das Vermögen, als auch das mögliche zu vererbende Hab und Gut des Pflegebetroffenen immer geringer.

 

Was bedeutet Elternunterhalt?

Wie schon zuvor angesprochen, wird zur Deckung der Versorgungslücke zuerst das Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen selbst herangezogen. Sollte dies jedoch bis zu den festgelegten Schonbeträgen aufgebraucht sein, sind die Kinder in der Regel verpflichtet, einen Beitrag zu der restlichen finanziellen Lücke beizusteuern. Das nennt sich Elternunterhalt. Nähere Informationen finden Sie auf der gesonderten Seite zum Thema Elternunterhalt.
Sie möchten wissen, wie hoch Ihr Elternunterhalt in einem Pflegefall der Eltern ausfällt?
Mit unserem Elternunterhaltsrechner können Sie einen groben Überblick zu Ihrem individuellen Elternunterhalt erhalten. Dabei verstehen sich die Beträge nur als Richtlinien.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchte, kontaktieren Sie uns. Gerne schicken wir Ihnen unsere umfassende Informationsbroschüre mit allen Details rund um Pflegebedürftigkeit zu.

 

5. Kontaktaufnahme

Sie haben Fragen zum Thema Pflege oder wünschen ein konkretes Angebot? Dann füllen Sie einfach das folgende Formular aus, gerne setzen wir uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung.

Ihr Name: (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse: (Pflichtfeld)

Was/wen möchten Sie konkret versichern?

Geburtsdatum der zu versichernden Person:

Möchten Sie uns etwas Besonderes mitteilen (Vorerkrankungen, bereits bestehende Absicherungen, konkrete Fragen usw.?)

mögliche Untersuchungsberichte zu Vorerkrankungen oder andere Dinge können Sie gerne hier hochladen:

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