Hinterbliebenenschutz für Vermögende –

die Risiken der Erbschaftssteuer.

© luxorphoto, Adobe Stock

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Sie möchten ein Grundstück oder Haus vererben oder sind selbst Erbe? Dann sollte Ihnen eins bewusst sein: Erben ist nicht immer umsonst! Wenn Sie das Haus der Eltern oder Großeltern übernehmen möchten, kann das zu hohen Steuerverpflichtungen führen. Doch was, wenn Sie diese nicht begleichen können? Welche Steuern anfallen und wie Sie sich dagegen schützen können erfahren Sie bei STC.

 

1. Erbschaftssteuer in Deutschland

Erben in Deutschland steht grundsätzlich ein Freibetrag zu, für den keine Erbschaftssteuer anfällt. Ausschlaggebend für dessen Höhe ist der Verwandtschaftsgrad des Erben zum Verstorbenen. Ist der Freibetrag vom Wert des Erbes abgezogen, fällt für den Rest die Erbschaftssteuer an. Der genaue Steuersatz richtet sich ebenfalls nach dem Verwandtschaftsgrad (den ermittelten Steuerklassen) und der Höhe des zu versteuernden Anteils.

Höhe der Freibeträge

© STC Research, Quelle: www.steuerklassen.de

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Erbsteuersatz

© STC Research, Quelle: www.steuerklassen.de

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2. Vererbung einer Immobilie

Nicht nur für Geld, sondern auch für Immobilien, Grundstücke und sonstige Sachgüter, fällt die Erbschaftssteuer an. Sie werden dabei genauso wie Geldvermögen behandelt. Um die Höhe der anfallenden Steuer zu berechnen, wird der Wert der vererbten Immobilie ermittelt. Übersteigt dieser Wert die Freibeträge, so sind Geldmittel nötig, um die fällige Erbschaftssteuer zu begleichen.

Beispiel 1: Vater hinterlässt seinem Kind ein Einfamilienhaus im Wert von 200.000,- €

Der Wert des Hauses übersteigt nicht den Freibetrag für Kinder (400.000,- €). Es fällt daher keine Erbschaftssteuer an.

Beispiel 2: Mutter hinterlässt Ihrem Kind ein Haus im Wert von 500.000,- €

Der Wert des Hauses übersteigt den Freibetrag für Kinder (400.000,- €) um 100.000,- €. Für diesen Betrag fallen 11% (Steuerklasse I) Erbschaftssteuer an.

  • Erbschaftsteuer in Höhe von 11.000,- €
Beispiel 3: Großmutter hinterlässt Ihrem Enkel eine Immobilie im Wert von 400.000,- €

Der Wert der Immobilie übersteigt den Freibetrag für Enkel (200.000,- €) um 200.000,- €. Für diesen Betrag fallen 11% (Steuerklasse I) Erbschaftssteuer an.

  • Erbschaftsteuer in Höhe von 22.000,- €
Beispiel 4: Mann hinterlässt seinem Bruder eine Mehrfamilienhaus im Wert von 500.000,- €

Der Wert des Hauses übersteigt den Freibetrag für Geschwister (20.000,- €) um 480.000,- €. Für diesen Betrag fallen 25% (Steuerklasse II) Erbschaftssteuer an.

  • Erbschaftsteuer in Höhe von 120.000,- €

 

3. Oft fehlen benötigte Geldmittel

Bei der Vererbung von Barvermögen ist die Zahlung der Erbschaftssteuer meist unproblematisch. Bei großen Sachgütern, wie beispielsweise Immobilien hingegen, führt diese Verpflichtung immer wieder zu finanziellen Problemen bei Erben. Verfügt dieser nicht über ausreichende Geldmittel, um die anfallende Erbschaftssteuer zu begleichen, so stehen ihm folgende Möglichkeiten offen:

  • Aufnahme eines Kredits
  • sofortige Veräußerung des Erbes
  • Ausschlagung des Erbes

 

4. Risikolebensversicherung als Absicherung

Um sicher zu stellen, dass im Todesfall genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ist es sinnvoll, als zukünftiger Erbe eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Die versicherte Person ist dabei beispielsweise der Vater oder die Mutter. Je nach Wahl der bezugsberechtigten Person erhalten der Ehepartner, die Kinder, die Enkel So stehen im Todesfall ausreichende Geldmittel für die anfallende Erbschaftssteuer zur Verfügung.  Gleichzeitig sind die Bestattungs- und Beerdigungskosten abgedeckt.

  • Risikolebensversicherung stellt Geldmittel zur Verfügung

Damit für die Leistung der Risikolebensversicherung keine weitere Erbschaftssteuer anfällt, muss der Erbe Versicherungsnehmer und Beitragszahler sein.

 

5. Kontakt

Sie haben Fragen zum Hinterbliebenenschutz oder möchten im Todesfall von Angehörigen abgesichert sein? Dann füllen Sie einfach das folgende Kontaktformular aus und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Ihr Name: (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse: (Pflichtfeld)

Ihr Geburtsdatum: (Pflichtfeld)

Wie ist Ihr aktueller Familienstand (ledig, verheiratet, geschieden)? (Pflichtfeld)?

Welchen Beruf üben Sie konkret aus?

Haben Sie Kinder? Falls ja, wie viele?

Möchten Sie uns etwas Besonderes mitteilen (Fragen, Vorerkrankungen, laufende Kredite, bereits bestehende Absicherungen etc.?)

 


Quellen:

www.risikolebensversicherung.de  (eingesehen am 07.12.2016)

www.steuerklassen.com (eingesehen am 07.12.2016)

www.immobilienscout24.de (eingesehen am 07.12.2016)