Den bestmöglichen Schutz für Ihr Auto, bietet eine Vollkaskoversicherung. Sie versichert Schäden am eigenen Auto, die selbst durch einen Unfall verursacht wurden. Des Weiteren deckt Sie durch Vandalismus verursachte Schäden ab. Ein teurer Schutz, welcher nicht für jedes Auto geeignet ist. Bei älteren Autos eignet sich daher eine Teilkaskoversicherung oder ist das Auto nur noch wenig wert, lohnt sich eher nur eine KFZ-Haftpflichtversicherung. Als Richtwert gilt: Ist das Auto bis zu fünf Jahre alt oder recht teuer, lohnt sich eine Vollkaskoversicherung. Daher ist sie besonders bei Neuwagen so beliebt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen sind freiwillige Zusatzversicherungen im Gegensatz zur gesetzlich vorgeschrieben Haftpflicht
  • Selbstverschuldetet Unfälle oder durch Vandalismus verursachte Schäden an Ihrem Auto werden von der Vollkaskoversicherung getragen. Zusätzlich deckt sie alle Schäden ab, die auch die Teilkaskoversicherung versichert.
  • Um den Preis senken zu können, ist eine Selbstbeteiligung von 300 Euro sinnvoll.
  • Der Tarif sollte auf die „Einrede grober Fahrlässigkeit“ verzichtet werden.
  • Vollkaskoversicherung lohnt sich vor allem bei neuen und wertvollen Autos.

1. Welche Schäden zahlt die Vollkaskoversicherung?

Bei einem verursachten Unfall haftet die KFZ-Haftpflichtversicherung für die Schäden beim Unfallgegner. Die Vollkaskoversicherung deckt hingegen auch diese an Ihrem Fahrzeug ab. Grundsätzlich übernimmt die Vollkasko die Schäden, die auch von der Teilkasko übernommen werden. Eine Teilkasko zahlt bei folgenden Fällen:

  • Diebstahl und Entwendung (zB. unbefugten Gebrauch des Fahrzeuges)

  • Brand und Explosion (zB. Kabelbrand)

  • Unwetterschäden (Überschwemmungen, Gewitter, Hagel, Stürme ab Windstärke 8)
  • Zusammenstoß mit Wild (dazu zählen Rehe und Wildschweine, aber keine Kühe)

  • Marderschäden (bei Kabelschäden)

  • Glasbruch (zB. Steinschlag)

  • Kurzschlussschäden

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Folgende Leistungen werden zusätzlich von der Vollkaskoversicherung übernommen:

  • Schäden durch Vandalismus

  • Schadenregulierung, falls der Unfallverursacher Fahrerflucht begeht

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Von der Vollkaskoversicherung ausgeschlossen sind hingegen:

  • Reifenschäden (bei der Fahrt werden nur die Reifen beschädigt)
  • Unterschlagung (Sie überlassen jemand anderes das Auto und bekommen es nicht mehr zurück)
  • Verhaltensbedingte Unwetterschäden (Sie kommen auf einer verhagelten Straße ins Schleudern und das Auto nimmt Schaden)

2. Wie viel zahlt die Vollkaskoversicherung?

Wird Ihr Auto in den ersten Wochen oder Monaten gestohlen oder hat einen Totalschaden, so erstattet der Versicherer den Neuwert des Fahrzeuges. Gute Tarife zahlen Ihnen bis zu 24 Monate nach Erstzulassung. Danach wird sich an dem Zeitwert gerichtet. Daher sollte man bei einer Vollkaskoversicherung darauf achten, dass möglichst lang der Neuwert gezahlt wird. Bei der Hilfe zum passenden Tarif, hilft Ihnen STC.

3. Welcher Schutz sollte bei der Vollkasko unbedingt enthalten sein?

Oft bieten Versicherer eine kostenlose Zusatzklausel bei Schäden durch grobe Fahrlässigkeit an. Sie sind auch dann versichert, falls Sie beispielsweise zu schnell gefahren sind. Diese kostet nur bei wenigen Versicherungen einen Aufpreis und sollte daher in Betracht gezogen werden.

Damit sind die Folgen aus den Knabbereien der Nagetiere gemeint. Meistens geht man davon aus, dass solche Fremdeingriffe am Wagen auf dem Land passieren. Aber Marder sind auch in den Städten aktiv und nagen an Ihrem Fahrzeug.  Nicht nur ein eventueller Motorschaden wird mit dieser Vereinbarung abgedeckt, sondern auch die Defekte, die aus den Folgen entstehen. Meistens ist die Klausel in den Tarifen kostenlos enthalten. Es gibt aber auch einige Versicherer, die einen Aufpreis für Folgeschäden bei Mardern verlangen.
Damit ist nicht nur der Wildschaden gemeint, sondern auch die Schäden mit anderweitigen Tieren. Dazu zählen: Kühe, Hunde, Schafe und Pferde. Einen Zusatzschutz, welchen man in Anspruch nehmen sollte. Hier gibt es auch nur wenige Versicherer, die dafür einen Aufpreis verlangen.

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4. Was beachten bei geleasten oder finanzierten Autos?

Um bei einem Totalschaden einen Teil der Kosten nicht selbst tragen zu müssen, lohnt sich zur Vollkaskoversicherung eine GAP-Deckung (Differenz-Deckung). Eine GAP-Deckung ist die Differenz zwischen dem, was ein Versicherer erstattet und was Sie dem Leasing- oder Kreditgeber zahlen müssen.

Das ist insbesondere wichtig, wenn Sie einen Totalschaden mit Ihrem Auto erleiden, also eine Reparatur sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Somit wären die Reparaturkosten höher als der Restwert des Wagens. Die Vollkaskoversicherung erstattet Ihnen deshalb den Betrag, der benötigt wird, um Ihnen ein gleichwertiges Auto zu kaufen (Wiederbeschaffungswert). Diesen Betrag kürzt sie zusätzlich um den Restwert, den Ihr Auto noch hat.

Wenn Sie keine Absicherung der GAP-Deckung abschließen, haben Sie folgendes Problem: Der Leasing-Restwert oder die offenen Kreditraten müssen Sie zahlen und haben nur den Wiederbeschaffungswert des Autos erhalten. Dieser ist in der Regel niedriger als das, was beim Leasing- und Kreditgeber offen ist.

5. Wie kann ich bei Vollkaskoversicherung sparen?

Sie können mit einer Selbstbeteiligung von 300 – 500 Euro den Preis der Vollkaskoversicherung reduzieren. Eine Selbstbeteiligung ist der Anteil, den man bei einem Schadenfall selbst tragen muss. Versicherer geben daher einen Nachlass des Beitrages, um Verwaltungskosten für kleine Reparaturen zu sparen. Möglich ist dies aber nur bei Teil- und Vollkaskoversicherungen.

Mit jedem unfallfreien Jahr zahlen Sie weniger Beitrag. Anders als in der Teilkasko, da dort nur Schäden versichert sind, die Sie nicht selbst verursacht haben. Daher können Sie dort den Preis nicht durch Schadenfreiheit senken.

Wenn Sie schon länger in der Vollkaskoversicherung schadenfrei unterwegs sind, kann es möglich sein, dass diese durch eine hohe Schadenfreiheitsklasse kaum teurer ist als eine Teilkasko. Im besten Fall sogar noch günstiger.

In der Kaskoversicherung sind Autos nach Region und Typklassen klassifiziert. Diese können sich von Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung unterscheiden. Sie zahlen für ein Auto mehr, welches häufiger in Unfälle verwickelt ist oder Sie an einem Ort  mit hoher Unfallrate wohnen.

Außerdem ist der Preis abhängig von den gefahrenen Kilometern im Jahr und ob meine eine Garage besitzt.

6. Wann lohnt sich also eine Vollkaskoversicherung?

Ob Sie lieber eine Teilkaskoversicherung abschließen oder eine Vollkaskoversicherung ist natürlich Ihnen überlassen. Als Richtwert gilt aber: Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich für Neuwagen während der ersten drei bis fünf Jahre. Bei einer Teilkasko wird bei einem Schaden nur der Zeitwert ersetzt. Je älter das Auto und je schlechter der Zustand, umso niedriger fällt dieser aus. Auch die Prüfung der bestehenden Schadenfreiheitsrabatte spricht dafür, eine Vollkaskoversicherung weiterzuführen. Denn in der Teilkasko gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt. Finanzieren Sie das Auto über Leasing oder einen Kredit, sollten Sie in der Regel immer eine Vollkaskoversicherung abschließen. Die Prämienunterschiede zwischen Voll- und Teilkasko sind häufig kleiner, als viele Fahrer vermuten. Je nach Fahrzeugtyp, Wohnort und der Schadenfreiheitsklasse des Halters können die Preise eng beieinander liegen. Vergleichen Sie daher die Tarife. STC unterstützt Sie gerne dabei.

Prüfen Sie außerdem, ob bei der Kaskoversicherung Marderbisse mitversichert sind. Manche Versicherer übernehmen Schäden an Schläuchen, Bremsleitungen und der Verkabelung nicht vollständig. Andere hingegen ersetzen alle Schäden durch Marderbisse in Gänze, einschließlich der Folgeschäden.

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