1. Warum die bAV im Metallbau so wichtig ist
Der Metallbau gehört zu den tragenden Säulen des Handwerks in Deutschland. Meisterbetriebe und Fachkräfte arbeiten täglich an Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl – oft unter hoher körperlicher Belastung.
Doch genau hier zeigen sich Risiken:
- Rentenlücke: Die gesetzliche Rente reicht nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
- Früherer Berufsausstieg: Bandscheibenprobleme, Unfälle oder Verschleiß führen häufig zu eingeschränkter Erwerbstätigkeit.
- Fachkräftemangel: Junge Talente und erfahrene Fachkräfte erwarten heute zusätzliche Benefits wie die betriebliche Altersvorsorge (bAV).
👉 Die betriebliche Altersvorsorge im Metallbau ist damit ein entscheidendes Instrument, um Mitarbeiter zu binden, zu motivieren und langfristig abzusichern.
2. Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge Metallbau
2.1 Für Arbeitnehmer
- Zusatzrente aufbauen: Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung.
- Mehr Netto vom Brutto: Durch Steuer- und Sozialersparnis kostet ein Beitrag von 150 € brutto oft nur 70–90 € netto.
- Sicherheit auch bei Jobwechsel: Die bAV ist portabel und kann beim neuen Arbeitgeber fortgeführt oder privat weitergeführt werden.
- Arbeitskraft absichern: In Kombination mit der MetallRente oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung.
2.2 Für Arbeitgeber
- Fachkräfte gewinnen & binden: bAV ist ein starkes Argument bei Bewerbern.
- Image & Arbeitgebermarke stärken: Moderne Betriebe zeigen soziale Verantwortung.
- Steuerliche Vorteile: Arbeitgeberzuschüsse sind Betriebsausgaben.
- Pflicht erfüllen & punkten: Seit 2019 sind 15 % Zuschuss bei Entgeltumwandlung verpflichtend – viele Betriebe zahlen mehr und heben sich dadurch positiv ab.
3. Durchführungswege betriebliche Altersvorsorge Metallbau
Die bAV ist rechtlich durch das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt. Metallbau-Betriebe können unterschiedliche Modelle nutzen:
- Direktversicherung: Einfach, sicher, flexibel – ideal für kleine und mittlere Betriebe.
- Pensionskasse / Pensionsfonds: Für größere Betriebe mit mehreren Mitarbeitern geeignet.
- Unterstützungskasse: Besonders interessant für Geschäftsführer und leitende Angestellte, die höhere Beiträge steueroptimiert einzahlen möchten.
- Direktzusage: Vor allem für große Unternehmen – im klassischen Metallbau-Handwerk eher selten.
👉 Praxis-Tipp: Im Metallbau setzen 80 % der Betriebe auf die Direktversicherung, weil sie unkompliziert, transparent und für alle Beteiligten leicht zu handhaben ist.
4. AVWL – ein zusätzlicher Vorteil im Metallbau
Ein oft unterschätztes Plus für Beschäftigte im Metallbau sind die Altersvorsorgewirksamen Leistungen (AVWL). Sie sind in der Metall- und Elektroindustrie tarifvertraglich geregelt und bieten Arbeitnehmern einen automatischen Vorsorgebaustein – zusätzlich zum Gehalt.
4.1 Wie funktionieren die AVWL?
- Arbeitgeber zahlen aktuell 27,47 € pro Monat (Stand 2025) in die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter ein.
- Aufs Jahr gerechnet ergibt das 329,64 €, die unabhängig vom Gehalt in die Zukunftsvorsorge fließen.
- Arbeitnehmer können diese Beiträge frei ergänzen, indem sie einen Teil ihres Bruttogehalts über die Entgeltumwandlung beisteuern.
👉 Doppelte Wirkung: Durch die Kombination von Arbeitgeberzuschuss und Entgeltumwandlung entsteht schon mit kleinen Eigenbeiträgen eine spürbare Zusatzrente.
4.2 Nutzen für Arbeitgeber
Auch Betriebe profitieren davon, die AVWL aktiv in ihre Vorsorgelösung einzubauen:
- Attraktives Arbeitgeberangebot: AVWL zeigen, dass der Betrieb Verantwortung für die Zukunft seiner Mitarbeiter übernimmt.
- Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel: Wer AVWL proaktiv kommuniziert, hebt sich von Mitbewerbern ab.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Arbeitgeberbeiträge sind in der Regel als Betriebsausgaben absetzbar.
👉 Fazit: Die AVWL machen die betriebliche Altersvorsorge im Metallbau zu einem echten Renditeturbo. Selbst kleine Beträge summieren sich über die Jahre zu einer spürbaren Zusatzrente – vor allem, wenn sie über die MetallRente oder eine bAV-Police genutzt werden.
5. MetallRente als Branchenlösung
Die MetallRente ist ein Versorgungswerk, das 2001 von IG Metall und Gesamtmetall gegründet wurde. Sie gilt als größte Branchenlösung Deutschlands und ist speziell auf die Metall- und Elektroindustrie zugeschnitten.
5.1 Vorteile für Metallbau-Unternehmen und Mitarbeiter:
- Tarifvertragliche Absicherung und starke Sozialpartner im Hintergrund
- Kollektivkonditionen: bessere Leistungen als bei Einzelverträgen
- Flexibilität bei Arbeitgeberwechsel: Mitnahme oder private Fortführung möglich
- Erweiterte Module: z. B. Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenschutz
👉 Viele Metallbau-Betriebe nutzen die MetallRente, um ihren Mitarbeitern eine maßgeschneiderte Alters- und Arbeitskraftabsicherung anzubieten.
5.2 Warum AVWL und MetallRente besonders effektiv sind
Die Einzahlung der AVWL ist in verschiedene Anlageformen möglich (Bausparvertrag, Fonds, bAV). Am sinnvollsten ist jedoch die Einbindung in die MetallRente oder eine betriebliche Altersvorsorge, weil hier mehrere Vorteile zusammenkommen:
- Steuervorteile: Beiträge sind bis zu den gesetzlichen Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei.
- Kollektivkonditionen: Über die MetallRente profitieren Mitarbeiter von günstigen Tarifen und höheren Leistungen.
- Flexibilität: Bei Arbeitgeberwechsel kann die MetallRente meist übertragen oder privat fortgeführt werden.
- Zusatzabsicherung: Integration von Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenschutz möglich – besonders relevant in körperlich fordernden Metallbau-Berufen.
👉 Fazit: Viele Metallbau-Betriebe nutzen die MetallRente, um ihren Mitarbeitern nicht nur eine maßgeschneiderte Altersvorsorge, sondern auch eine umfassende Arbeitskraft- und Familienabsicherung zu ermöglichen. Durch die Kombination aus Tarifbindung, Kollektivkonditionen und Flexibilität ist die MetallRente eine der attraktivsten Vorsorgelösungen für den Metallbau.
6. Praxisbeispiel: Metallbau-Meisterbetrieb mit 12 Mitarbeitern
Ein Metallbaubetrieb entscheidet sich, eine bAV über eine Direktversicherung einzuführen und gleichzeitig die AVWL zu integrieren:
- Arbeitnehmer wandelt 150 € brutto monatlich um.
- Arbeitgeberzuschuss: 15 % (22,50 €).
- AVWL: 27,47 € zusätzlich.
👉 Ergebnis:
- Arbeitnehmer zahlt netto nur ca. 80 €.
- In die Vorsorge fließen insgesamt 200 € + 27,47 € + 22,50 € = 249,97 € monatlich.
- Prognose: Deutlich höhere Rente im Alter, ohne dass der Mitarbeiter stark belastet wird.
Für den Betrieb bedeutet das: attraktivere Arbeitgebermarke, bessere Mitarbeiterbindung und steuerliche Absetzbarkeit.
7. Kombination mit weiteren Absicherungen
Im Metallbau geht es nicht nur um Altersvorsorge, sondern auch um den Schutz der Arbeitskraft. Hier ergeben sich starke Cross-Selling-Möglichkeiten:
- bAV + Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Schutz bei dauerhafter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
- bAV + Unfallversicherung: Ergänzender Schutz bei typischen Betriebs- oder Freizeitunfällen.
- bAV + MetallRente: Branchenlösung mit vereinfachter Risikoprüfung und Zusatzbausteinen.
👉 Damit wird die bAV zum Rundum-Paket für Sicherheit und Vorsorge – für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber.
8. bAV im Gesamtkonzept der Metallbau-Absicherung
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist ein wichtiger Baustein – besonders im Zusammenspiel mit weiteren Policen:
👉 Ergebnis: Mit STC entsteht ein ganzheitliches Konzept für Metallbau-Betriebe, das sowohl den Betrieb als auch die Mitarbeiter langfristig absichert.
9. Häufige Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge
9.1 Muss jeder Metallbaubetrieb eine bAV anbieten?
Ja. Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.
9.2 Welche Zuschüsse sind Pflicht?
Arbeitgeber müssen mindestens 15 % auf die Entgeltumwandlung ihrer Mitarbeiter beisteuern.
9.3 Wie unterscheiden sich bAV und AVWL?
- bAV = Oberbegriff, verschiedene Durchführungswege
- AVWL = tariflicher Arbeitgeberbeitrag (27,47 €), der in bAV oder andere Vorsorgeformen fließen kann
9.4 Was passiert bei Arbeitgeberwechsel?
Die bAV ist in den meisten Fällen portabel und kann übertragen oder privat fortgeführt werden.
10. Fazit: Betriebliche Altersvorsorge Metallbau
Die betriebliche Altersvorsorge im Metallbau ist weit mehr als ein Extra. Sie ist ein entscheidender Baustein, um Mitarbeiter langfristig zu sichern und Betriebe zukunftsfähig zu machen. In Kombination mit AVWL und MetallRente entsteht ein starkes Vorsorgepaket, das Arbeitnehmern finanzielle Sicherheit bietet und Arbeitgeber als attraktive Partner positioniert.
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