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10 wichtige Bilanzkennzahlen für Ihr Unternehmen

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10 wichtige Bilanzkennzahlen für Ihr Unternehmen

– und wie man sie berechnet

Die folgende Darstellung ist keine Priorisierung der Kennzahlen, sondern dient nur der Übersichtlichkeit des Beitrages. Alle Daten der Berechnungen beziehen sich auf die folgende Beispiel Bilanz in der Abbildung.

©STC Research

1. Umsatzrentabilität

Gewinn/Umsatz*100 = 75 k/450 k*100 = 16,667 %

Diese Kennzahl beschreibt den Gewinnanteil am Umsatz des Unternehmens. Beträgt die Umsatzrentabilität 16,667 % macht das Unternehmen pro umgesetzten Euro ca. 17 Cent Gewinn. Je höher die Rendite, desto mehr Gewinn fällt pro umgesetzten Euro an.

2. Eigenkapitalrentabilität

Jahresüberschuss/Eigenkapital*100 = 75 k/200 k*100 = 37,5 %

Die Eigenkapitalrentabilität zeigt die Verzinsung des Eigenkapitals in einer Periode auf, dass heißt wie sich das eingesetzte Kapital im Geschäftsjahr vermehrt hat.

3. Verschuldungsgrad

Fremdkapital/Eigenkapital*100 = 365 k/200 k*100 = 182,5 %

Der Verschuldungsgrad ist eine Bilanzkennzahl die Auskunft zur Finanzierungsstruktur des Unternehmens gibt und zeigt somit wie stark ein Unternehmen Fremd- oder Eigenkapital finanziert ist.

4. Liquidität

  • 1. Grades = flüssige Mittel/kurzfristige Verbindlichkeiten = (75 k+25 k)/100 k = 1,0
  • 2. Grades = (flüssige Mittel+kurzfristige Forderungen)/kurzfristige Verbindlichkeiten = (75 k+25 k+15 k)/100 k = 1,15
  • 3. Grades = Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten = (50 k+75 k+25 k+15 k)/100 k = 1,65

Liquidität beschreibt die Fähigkeit des Unternehmens die Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Fälligkeit begleichen zu können. Oft werden die Positionen Bank und Kasse addiert und als flüssige Mittel bezeichnet. Ist ein Unternehmen nicht liquide, dann ist es zahlungsunfähig und somit insolvent. Je höher das Ergebnis, desto liquider ist das Unternehmen, aber Achtung! Eine zu hohe Liquidität führt zu Rentabilitätseinbußen, die aber bei weitem nicht so dramatisch sind, wie eine zu niedrige Liquidität.

5. Anlagendeckung

  • 1. Grades = Eigenkapital/Anlagevermögen*100 = 200 k/400 k*100 = 50,0 %
  • 2. Grades = (Eigenkapital+langfristiges Fremdkapital)/Anlagevermögen = (200 k+265 k)/400 k*100 = 116,25 %
  • 3. Grades = (Eigenkapital+langfristiges Fremdkapital)/(Anlagevermögen+Vorräte)*100 = (200 k+265 k)/(400 k+50 k)*100 = 103,33 %

Die Kennzahl „Deckungsgrad“ zeigt in welchem Verhältnis das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital gedeckt ist, folglich durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital. Der Deckungsgrad wird oft auch als „Goldene Bilanzregel“ bezeichnet, welche besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein sollte.

6. Gesamtkapitalrentabilität

(Gewinn+Fremdkapitalzinsen)/Gesamtkapital*100 = (75 k+(365 k*5%))/565 k *100 = 16,50 %

Die Gesamtkapitalrentabilität beschreibt wie sich das im Unternehmen eingesetzte Fremd- & Eigenkapital innerhalb der betrachteten Periode verzinst. Je höher das Ergebnis, desto höher ist die Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

7. Eigenkapitalquote

Eigenkapital/Gesamtkapital*100 = 200 k/565 k*100 = 35,4 %

Die Bilanzkennzahl Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital des Unternehmens zum Stichtag an. Hier heißt es aber nicht wie so oft: „Je höher, desto besser“. Bei einer hohen Eigenkapitalquote sinkt zwar der Verschuldungsgrad, was durchaus positiv zu bewerten ist, aber auch die Eigenkapitalrentabilität sinkt.

8. Fremdkapitalquote

Fremdkapital/Gesamtkapital*100 = 365 k/565 k*100 = 64,6 %

Die Fremdkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Fremdkapitals am gesamten Kapital des Unternehmens zum Stichtag an. Die Fremdkapitalquote ist das Gegenteil zur vorher erwähnten Eigenkapitalquote. Fremdkapital kann zum Beispiel ein Bankdarlehen oder eine Verbindlichkeit an einen Lieferanten sein.

9. Anlagequote

Anlagevermögen/Gesamtvermögen*100 = 400 k/565 k*100 = 70,8 %

Die Anlagequote ist eine Kennzahl, die sehr branchenabhängig ist, denn ein Industrieunternehmen mit Fertigungsmaschinen ist im Gegensatz zu einem Dienstleister sehr stark anlagenintensiv. Sie beschreibt den Anteil des Vermögens der langfristig an Anlagen gebunden ist.

10. Umlaufvermögensquote

Umlaufvermögen/Gesamtvermögen*100 = 165 k/565 k*100 = 26,2 %

Die Umlaufvermögensquote ist eine Kennzahl der Vermögensstruktur und gibt auch Aufschluss über die Kapitalbindung eines Unternehmens. Umlaufvermögen ist von kurzfristigem Charakter. Auch hier gibt es branchenbedingte Unterschiede, denn ein Handelsunternehmen hat im Gegensatz zu einem Industrieunternehmen keine hohe Anlagenintensität durch teure Maschinen, sondern ein höheres Umlaufvermögen durch die Vorräte.

11. Kontaktanfragen

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Titelbild: © cirquedesprit, Adobe Stock


Letzte Änderung: 27.11.2018

By |November 27th, 2018|News Gewerbe|0 Comments