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Mergers & Acquisitions (M&A)

Jana Lotz
Stand: 
Februar 26, 2021
-
4 min
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M&A-Prozesse sind dann sinnvoll, sobald ein Unternehmen wachsen möchte. Ein Unternehmenskauf stellt dann eine interessante Möglichkeit dar, um dieses Wachstum zu ermöglichen.

Denn wer einen Wettbewerber übernimmt, kann neue Potenziale am Markt schaffen, neue Kunden gewinnen oder von dem vorhandenen Know-how profitieren. Der M&A-Prozess läuft dabei in insgesamt drei Phasen ab. Die Phasen sind die Vorbereitungs-, Transaktions- und Integrationsphase. Wie diese drei Phasen genau ablaufen und welche Fehler bei einer M&A-Transaktion oftmals gemacht werden, erfahren Sie hier.

1. Was versteht man unter M&A?

M&A steht für die englischen Bezeichnung Merges & Acquisitions. Merges & Acquisitions ist der englische Ausdruck für Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.

Zentrale Motive für M&A sind:

  • Erschließung neuer Märkte sowie Kundengruppen
  • Verringerung des Wettbewerbsdruck
  • Erwerb von Know-how oder Patenten für neue Produkte
  • Ausweitung der angebotenen Produktpalette, um den Kunden ein vielfältigeres Angebot zur Verfügung zu stellen

2. Vorbereitungsphase eines M&A

Innerhalb der Vorbereitungsphase müssen zunächst Strategie, Ziele und Kernkompetenzen des durchführenden Unternehmens klar identifiziert werden. Vorhandene Stärken und Schwächen innerhalb des Wettbewerbes sollten dabei von Anfang an durchdacht und berücksichtigt werden. Ein potenzieller Kandidat sollte sich dann auf dieser Grundlage ableiten lassen. Das Screening des Marktes kann damit starten. Die Vorbereitungsphase endet, sobald ein möglicher Kandidat gefunden wird.

3. Transaktionsphase

Die Transaktionsphase beginnt mit der ersten Kontaktaufnahme. Einem begrenzten Personenkreis werden bereits zu Beginn sensible Informationen zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer dieses sogenannten „Clean Teams“ müssen aber eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnen. Gewonnene Informationen dürfen ausschließlich zur Durchführung dieses Projekts verwendet werden.

Sollten bei beiden Unternehmen ein Interesse an einer Zusammenarbeit bestehen, beginnen jetzt die Detailprüfungen und Detailverhandlungen. Mit der detaillierten Prüfung des zu übernehmenden Unternehmens (Due Diligence) sollen vor allem mögliche Risiken identifiziert werden. Dies sind vor allem folgende Risiken:

  • rechtliche Risiken (z.B. laufende Gerichtsverfahren),
  • finanzielle Risiken (z.B. Steuerlasten) und
  • technische Risiken (z.B. veraltete Anlagen)

Alle Risiken dabei zu identifizieren ist jedoch oftmals gar nicht möglich. Daher kann es durchaus sinnvoll sein eine sogenannte Warranty & Indemnity-Versicherung (kurz W&I-Versicherung) abzuschließen.

Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang auch der Abschluss einer D&O-Versicherung für Führungspersonen.

Parallel zur Due Diligence erfolgt auch eine Kommunikation mit den Eigentümern. Eine Einigung erfolgt bezüglich folgender Punkte:

  • Bewertung des Unternehmens
  • Bestimmung des Kaufpreises
  • eventuell die zukünftige Rolle der bisherigen Eigentümer und des Managements

Sobald eine Einigung erfolgt ist, wird ein Vertrag bezüglich der Fusion oder Übernahme im Detail ausgearbeitet. Die Phase endet dann mit einem Vertragsschluss zwischen den Parteien.

4. Integrationsphase

Unternehmen konzentrieren sich aber leider oftmals zu sehr auf die Transaktionsphase.  Eine erfolgreiche Integrationsphase ist jedoch mindestens genauso wichtig. Während dieser Phase geht es um die organisatorische und kulturelle Organisation der beiden Unternehmen. Produkte, Prozesse und Technologien sowie Mitarbeiter müssen zusammengeführt werden. Ohne eine erfolgreiche Integration können die unternehmerischen Ziele aber nicht erreicht werden.

Integration ist dann erfolgreich, wenn der Veränderungsprozess von allen Beteiligten als positiv wahrgenommen wird. Nur dann sind die Grundvoraussetzungen gelegt, um wirtschaftlichen Erfolg zu generieren. Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Integrationsphase sind:

  • „Wissen“, dass der richtige Partner gefunden wurde
  • Kennen der strategischen Ziele des Deals
  • Gemeinsame Weiterentwicklung der Zielsetzung, Umsetzung und Strategie
  • Kenntnis der Erwartungen und Wahrnehmungen der Mitarbeiter
  • Realistische Darstellung künftiger Arbeitsbedingungen
  • Gemeinsames Verständnis der Rollen, Prozesse sowie Produkte
  • Aktive Kommunikation zwischen allen Betroffenen
  • Finanzierung des Deals/ der Integration
  • Kritischer Rückblick nach abgeschlossener Integration

5. Fehler innerhalb eins M&A-Prozesses

Jedoch sind Kauf und Zusammenschluss für jedes Unternehmen eine Herausforderungen. Misserfolge von M&A-Prozessen sind durchaus wahrscheinlich. Nach einem Merger ist die Profitabilität bei ca. 45% aller Unternehmen negativ. In den letzten Jahren ist zwar der Misserfolg von 90% auf 45% gesunken ist, das Risiko eines Misserfolges ist jedoch immer noch ziemlich hoch. Fehler während des M&A-Prozesses sind der Grund für diese hohe negative Rate. Bereits ein oder zwei Fehler können zum Misserfolg führen, welcher nachträglich aber nicht mehr geheilt werden kann.

© STC Research

Grundlegende Fehler sind:

  • Keine oder nur unvollständige (HR) Due Diligence
  • Konzentration auf das Beibehalten von Unternehmensstrukturen vor der Übernahme, anstatt sich auf das neue, gemeinsame Geschäftsmodell zu konzentrieren – Fehlen eines Geschäftsmodells sowie einer nachvollziehbaren Unternehmensstrategie
  • Rivalität um Führungspositionen
  • Überzogene Erwartungen aller Beteiligter an dem Deal
  • Schwerpunktmäßige Konzentration auf Kostensynergien
  • Vernachlässigung von Mitarbeiterinteressen – Mitarbeiterabbau nach Übernahme soll raschen wirtschaftlichen Erfolg bringen, um die zusätzlichen Kosten der Integration aufzufangen
  • Vernachlässigung der Auswirkungen auf den übernommenen Partner (Stellung im Markt, Selbstverständnis, etc.)
  • Fehlen eines aktiven Risikomanagements
  • Voranstellen der eigenen Kultur
  • Länge des Integrationsprozesses

Aufgrund des hohen Fehlerpotenzials kann es daher durchaus sinnvoll sein, einen Experten bei einem M&A-Prozess heranzuziehen. So können Fehler vermieden werden und ein Wertzuwachs kann wahrscheinlicher erzielt werden. Unsere Tochtergesellschaft,  STC Risk, bietet eine solche Beratung an. Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf dem Risikomanagement. Weitere Informationen zu STC Risk erhalten Sie hier: STC Risk GmbH

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